Brexit: Jo Johnson, Britischer Staatssekretär, tritt zurück

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Der frühere Außenminister Boris Johnson reagierte auf Twitter auf den Rücktritt seines jüngeren Bruders.

Nach der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, laufen die Verhandlungen zum Austrittsprozess. Wenn die britischen Bürger sich dabei erneut für einen "Brexit" aussprächen, sollten sie auch "das letzte Wort" über Mays "Brexit"-Deal haben". Nun hat auch Jo Johnson aus Protest über die Brexit-Strategie der Regierung sein Amt als Staatssekretär für Transport niedergelegt. Zwar seien sich beide uneinig über den Brexit gewesen, doch das Entsetzen über die unvertretbare Politik des Vereinten Königreichs würde sie nun einigen, schrieb Boris Johnson.

Berichten zufolge steht May kurz vor dem Abschluss eines "Brexit"-Abkommens". Sein Bruder setzte sich hingegen für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ein. Es würde Britannien wirtschaftlich schwächen, und das Land hätte kein Mitspracherecht mit Blick auf EU-Regeln mehr, die es befolgen müsste, sagte Johnson weiter. Außerdem bedeute diese Lösung "Jahre der Unsicherheit für die Wirtschaft".

Die Alternative eines EU-Austritts ohne ein Abkommen würde allerdings "unsäglichen Schaden für unsere Nation" bedeuten, warnte Johnson und bilanzierte: "Der Nation eine Wahl zwischen zwei zutiefst unattraktiven Ergebnissen - Vasallentum und Chaos - zu präsentieren, ist ein Scheitern der britischen Staatskunst in einem seit der Suez-Krise ungekannten Ausmaß".

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