Prozess in Frankreich - Staatsanwalt fordert für UBS Busse von 3,7 Milliarden Euro

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Nach dem Willen der Anklage soll das Geldhaus eine empfindliche Strafe treffen: Der Pariser Staatsanwalt hat eine Rekordstrafe von 3,7 Milliarden Euro gefordert. Ausserdem sollen gegenwärtige und frühere Mitarbeiter ins Gefängnis.

Der Steuerbetrugsprozess gegen die Schweizer Grossbank UBS nimmt immer grössere Dimensionen an.

"Steuerbetrug ist nichts anderes als ein Diebstahl zum Nachteil der Gemeinschaft", sagte Russo am Ende des Verfahrens.

Das Verfahren gegen das Bankinstitut ist eines der größten Steuerbetrugsverfahren in Frankreich. Steuerbetrug sei "ein inakzeptabler Angriff auf den republikanischen Pakt" und "Banken verdienen es, strafrechtlich verfolgt und bestraft zu werden, und zwar in Höhe des Schadens, den die Gesellschaft erleidet", sagte der Staatsanwalt.

Das verlangt der Anwalt der französischen Republik, Xavier Normand-Bodard, am Mittwoch in seinem Plädoyer.

Die UBS habe ein ausgeklügeltes Betrugs- und Geldwäschereisystem aufgebaut, in dem die Bank im Namen des Bankgeheimnisses behauptete, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu wissen.

Die UBS soll laut Anklage zwischen 2004 und 2012 Bankberater nach Frankreich geschickt haben, um in illegaler Weise besonders reiche französische Kunden anzuwerben. Diese seien an eigens dazu organisierten Empfängen, Jagdgesellschaften oder an Sportanlässen angesprochen worden, um sie von der Eröffnung von Schwarzgeldkonten in der Schweiz zu überzeugen. Im Juli 2014 hatte die Bank eine Kaution von 1,1 Mrd.

Die Grossbank soll französische Kunden dazu angestiftet haben, mehr als 10 Mrd. "Die Forderungen entsprechen den fehlerhaften Schlussfolgerungen der Klageschrift und sind keine Überraschung", so die Bank wörtlich in einem Statement.

Die Anklage beruht teilweise auf Aussagen und Dokumenten von ehemaligen Mitarbeitenden. Mit einem Urteil ist voraussichtlich erst später zu rechnen.

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