Kramp-Karrenbauer will CDU als Parteichefin mehr Gehör verschaffen

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Sie will anknüpfen an das, was die Partei in der Zeit Merkels erreichte und zugleich neue Zeichen setzen in - wie sie sagt - Inhalt und Stil.

Dschungelcamp 2019 bei RTL - dieser Promi gesteht: "Ich will in den Dschungel!" Sie erreichen dort nicht nur ein politisch interessiertes Millionenpublikum vor den Bildschirmen, sondern finden über die diversen Medienkanäle genügend Multiplikatoren für die dort formulierten Ideen. "Wir sind nicht nachtragend, aber wir vergessen nichts", sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki am Donnerstagabend bei "Maybrit Illner". Doch Maybrit Illner hakte nach: "Würden Sie wollen?" Dass es gleich mehrere geeignete Kandidaten für den Parteivorsitz gebe, sei "Ausdruck von Qualität" der CDU.

Das Erstarken der Rechten auch in Deutschland ist für Schäuble nicht ursächlich auf die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin zurückzuführen, vielmehr Resultat der Großen Koalition mit der SPD, die die politischen Ränder wie die AfD gestärkt habe.

Streit mit Angela Merkel? Die Partei müsse wieder in die Lage versetzt werden, Wahlen zu gewinnen.

Schäuble spricht im Ö1-Exklusivinterview ungewöhnlich offen über den Anfang vom Ende der Ära Merkel - Audio dazu in oe1.ORF.at. Diesen dreien werden die besten Chancen auf die Merkel-Nachfolge eingeräumt. Kramp-Karrenbauer war am Montag von der Saar-CDU nominiert worden.

Wie sagte Annegret Kramp-Karrenbauer zu ihren Aussichten: "Die Menschen wollen am Ende des Tages jemanden, der es ernst mit ihnen meint". Angela Merkel hat ihr Amt schließlich nicht auf dem Höhepunkt ihrer Popularität zur Verfügung gestellt.

Außenpolitisch benannte es Kramp-Karrenbauer als ihr Ziel, die Europäische Union wieder stark zu machen.

Unter den 1200 Wahlberechtigten, die die Forschungsgruppe Wahlen befragt hat, erklären 31 Prozent die CDU-Generalsekretärin zu ihrer Favoritin. Antworten darauf hatte Kramp-Karrenbauer nicht. Denn bei einer Homo-Ehe fehle die "Geschlechtlichkeit" als Kriterium einer Ehe.

Annegret Kramp-Karrenbauer dürfte also gewarnt sein.

Und Juso-Chef Kühnert sagte, er sei darüber "fassungslos als schwuler Mann".

Auch in den sozialen Medien sorgten die Aussagen Kramp-Karrenbauers für Diskussionen. "Ich habe den Vorstand angewiesen, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alles auf den Tisch zu legen".

Und Stefan von Hier schreibt: "Frau AKK möchte jetzt doch ernsthaft die Ehe für alle mit Verwandten oder Haustieren an die Wand malen". Sie bekräftigt ihren Wunsch, die große Koalition fortzuführen, und erklärt die Spielregeln für das Rennen um den CDU-Parteivorsitz. Unter den Unionsanhängern sind die beiden ähnlich beliebt: 35 Prozent favorisieren Kramp-Karrenbauer, 33 Prozent Merz.

Klöcker erinnerte dabei an einen Ausspruch des früheren Kanzlers und CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl: Die Christdemokraten müssten für die Krankenschwester ebenso wählbar sei wie für den Chefarzt.

Gesundheitsminister Jens Spahn, der ebenfalls aus NRW stammt, äußerte sich in der Sitzung demnach zurückhaltend zur Generalsekretärsfrage.

Eher an die öffentliche Meinung als an die Abgeordneten wenden sich Spahns Ankündigungen, nicht mehr so viele Betriebsrenten doppelt zu besteuern wie bisher und von Kinderlosen höhere Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge zu verlangen.

Zu sehen ist das Original-Video.

Nach Spahns Worten kann das Verfahren die CDU attraktiver machen.

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