US-Midterms Toter Bordellbesitzer ins Parlament gewählt

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In Nevada hat Dennis Hof einen Sitz im Unterhaus ("State Assembly") gewonnen. Zwar sei in den Wahllokalen über den Tod des Kandidaten informiert worden, dennoch haben die Republikaner Stimmung für den toten Hof gemacht.

In Nevada ist bei der Neubestellung des dortigen Parlaments ein Toter gewählt worden. Laut New York Times gibt es für Hofs Erdrutschsieg eine einfache Erklärung. Dennis Hof, Republikaner und ehemaliger Bordellbesitzer, siegt im Stimmbezirk 36 souverän - dabei ist er bereits vor mehr als drei Wochen verstorben. Das ergab zumindest die letzte Hochrechnung.

Der 72-jährige Bordellbesitzer war allerdings Mitte Oktober nach seiner Geburtstagsfeier tot in seinem Etablissement "Love Ranch Vegas" in Parhump nordwestlich von Las Vegas gefunden worden, wie das "Review-Journal" berichtete. Im Wahlkampf hatte Hof Steuer-Erlasse und den Schutz des Waffenrechts gefordert. Sprüche wie "Ich werde für Ihre Waffen kämpfen" waren Bestandteil der Wahlwerbung des Mini-Trumps.

Später wird eine Kommission aus den drei Countys des Wahlbezirks Nye, Lincoln und Clark einen Nachfolger benennen. In Nevada waren die Auszählungen am Mittwochmorgen (Ortszeit) noch nicht komplett abgeschlossen.

Nun bleibt Dennis Hofs Sitz vorerst vakant.

Hof ist ein durchaus prominenter Kandidat. Einst war er Tankstellenbesitzer, später dann mehrfacher Bordellbetreiber. Hof wurde aber auch immer wieder scharf kritisiert: Ihm wurden Betrug und sexuelle Nötigung vorgeworfen.

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