Unrealistische Testverfahren: EU-Gericht kippt Energie-Label für Staubsauger

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Das entschied das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg und erklärte die zugrunde liegende EU-Verordnung für nichtig.

Die Energie-Effizienz von Staubsaugern darf nach einem Urteil des EU-Gerichts künftig nicht mehr mit leeren Staubbehältern getestet werden. Das sei bei der bisherigen Praxis nicht der Fall. Das Unternehmen sah sich durch die vorgeschriebenen Testverfahren in der EU benachteiligt, denn Dyson stellt beutellose Staubsauger her. Der Konzern kämpft gegen die Konkurrenz und kritisiert vor allem, dass die Angaben zum Energieverbrauch nicht stimmen. Das Gericht in Luxemburg entschied am Donnerstag, dass die vorgesehenen Testverfahren zur Energieeffizienz der Geräte dem tatsächlichen Gebrauch nicht so nah wie möglich kämen.

Die von der EU-Kommission gewählte Methode stehe nicht mit den wesentlichen Aspekten der Richtlinie über Angaben zum Energieverbrauch in Einklang, entschieden die Richter. Der Stromverbrauch einiger Staubsauger steige, je voller der Beutel sei.

Staubsauger werden seit September 2014 mit einem EU-weit einheitlichen Etikett zur Energieeffizienz versehen.

Ziel der Kennzeichnung ist es aber, die Verbraucher über die Energieeffizienz von Staubsaugern zu informieren.

Der Streit um die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Staubsaugern beschäftigt die Gerichte schon seit Jahren.

Die Luxemburger Richter gaben am Donnerstag einer Klage des Herstellers Dyson statt und erklärten die entsprechende EU-Verordnung für nichtig. Auch gegen die aktuelle Entscheidung können nach Zugang des Urteils innerhalb von zwei Monaten erneut Rechtsmittel beim EuGH eingelegt werden. Andernfalls verlieren die derzeitigen Energielabel ihre Gültigkeit und die Brüsseler Behörde müsste eine neue Verordnung vorlegen.

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