Hamburg besiegt Köln im Zweitligagipfel

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Nach dem Erfolg im Topduell der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Köln herrscht beim Hamburger SV große Zuversicht. "Er hat in einer Phase, in der es um sehr viel ging, gefühlt den ganzen Verein huckepack genommen", sagte Wolf am Sonntag.

Guirassy brachte die Einheit ohne weitere Schwierigkeiten zu Ende, eine Stunde später tauchte er in der Kaderliste der Spieler auf, die am Montagabend (20.30 Uhr, Sky) das Zweitliga-Spitzenspiel im Hamburger Volksparkstadion bestreiten sollen. Ein Sieg hätte sicher auch eine psychologische Wirkung.

Mit Köln und dem HSV treffen die beiden vor dem Spieltag Führenden der Tabelle aufeinander. Punktgleich dahinter die Hamburger. Die Domstädter rutschten durch die Niederlage im Spitzenduell auf den dritten Platz ab Der HSV und der FC St. Pauli mit einem Spiel mehr die Tabellenführung, wird sie am Montag aber wieder an einen von beiden abgeben. Den werden die Kiezkicker in jedem Fall verlieren, selbst wenn sich Hamburg und Köln unentschieden trennen. Das Team von Coach Markus Anfang liegt auf Rang drei. Der HSV tut sich besonders im heimischen Stadion schwer.

PERSONAL: Die Hanseaten können wieder auf Hee-Chan Hwang bauen. Der südkoreanische Nationalspieler hatte mehrere Tage wegen muskulärer Probleme mit dem Training aussetzen müssen. Offen ist noch der Einsatz von Defensivakteur Vasilije Janjicic wegen eines Infekts. Zusammengerechnet absolvierten der HSV und der 1. FC Köln über 3000 Spiele in der 1. Liga, holten insgesamt neun Titel und sieben Mal den DFB-Pokal.

BESONDERHEITEN II: Das Duell HSV gegen Köln ist auch ein Stück Bundesliga-Geschichte. Die Clubs haben die höchsten Etats, die wertvollsten Kader, die meisten Fans, die größten Traditionen. Kölns Simon Terodde kam mit der Empfehlung von bislang 13 Treffern nach Hamburg, sein HSV-Kontrahent Lasogga ist unter Wolf zum Hoffnungsträger aufgestiegen.

TORJÄGER-DUELL: Das Spiel der beiden Bundesliga-Absteiger war auch das Duell ihrer beiden Torjäger - mit dem eindeutigen Sieger Lasogga. Der neulich eilig geschasste Trainer Christian Titz sah das ein wenig anders, er wollte die Wuchtbrumme zum Joker umschulen und die Gegner mit filigraneren Mitteln als Abstauber- oder Kopfballtoren Marke Lasogga auseinandernehmen. Seit Wolf Cheftrainer bei den Hanseaten ist, gehört der 26-Jährige zum Stammpersonal und überzeugte in Magdeburg als Vorbereiter und in Wiesbaden als Vollstrecker.

Doch der neue HSV-Trainer Wolf gab inmitten der Begeisterung den Mahner. "Es gibt was zu gewinnen, aber nicht alles zu verlieren". "Das ist eine gute Kombination".

Wenn der Heimsieg allerdings ausbleibt, wird die Luft im Aufstiegs-Rennen dünner - vermutlich auch für Trainer Markus Anfang.

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