CSU-Vize Manfred Weber: Spitzenkandidat für Europa-Wahl

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Manfred Weber Ein Deutscher soll EU-Kommissionspräsident von Jean-Claude Juncker beerben: Manfred Weber geht bei der Europawahl 2019 als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei in das Rennen um das Amt. Die finnischen Konservativen schicken ihren Ex-Premier Alexander Stubb ins Rennen um die EVP-Spitzenkandidatur, doch werden ihm bei der Wahl morgen nur Außenseiterchancen gegen den favorisierten EVP-Fraktionschef Manfred Weber gegeben. Der 46-Jährige wird damit Gegenspieler des Sozialdemokraten Frans Timmermans.

Als seine großen Themen nannte er den Schutz der Außengrenzen und der europäischen Werte, aber auch den Traum, dass Europäer als erste eine Heilung für Krebs finden. "Für uns bei der EVP ist jeder Mensch wichtig", meinte Weber.

Sipilä steht an der Spitze einer Regierungskoalition aus Konservativen und Rechtspopulisten.

Das Amt gilt als das wichtigste in der EU. Die Kommission kann Gesetze vorschlagen, Verträge aushandeln und die Einhaltung von EU-Recht überwachen. Der erste und einzige deutsche Kommissionschef war Walter Hallstein in den 1960er Jahren, damals allerdings für die viel kleinere und anders organisierte Europäische Gemeinschaft. Durch den Reformvertrag von Lissabon wurde dem EU-Parlament ein Mitspracherecht bei der Besetzung eingeräumt. Die EVP ist stärkste Kraft im Europaparlament und besetzt derzeit alle drei Präsidentenposten in der EU. Das Parlament muss den vorgeschlagenen Kandidaten dann "mit der Mehrheit seiner Mitglieder" wählen. Eine wirkliche "Direktwahl" des Kommissionspräsidenten durch die EU-Bürger ist das Spitzenkandidaten-Verfahren aber nicht.

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