Transplantation einer Raucherlunge: Organempfängerin stirbt an Lungenkrebs

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Eine jetzt in der Fachzeitschrift "Lung Cancer" veröffentlichte Studie weist deshalb auf die Risiken bei der Transplantation von Raucherorganen hin.

In Frankreich wartete eine an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leidende Frau seit Jahren auf eine lebensrettende Lungentransplantation. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, starb die Frau etwa anderthalb Jahre nachdem sie die Lunge einer langjährigen Raucherin erhalten hatte. Im November 2015 bekam die Französin schließlich eine neue Lunge transplantiert.

Hatte bereits die Organspenderin Lungenkrebs? Zudem sei der Krebs vermutlich sogar schon bei ihr ausgebrochen, ohne allerdings bereits zu den typischen Symptomen geführt zu haben.

Nur eineinhalb Jahre später wurde bei der Empfängerin Lungenkrebs diagnostiziert. Die Autoren der Studie erklären sich dies, da der zeitliche Abstand zwischen der Organtransplantation und den ersten Unregelmäßigkeiten, die beim Röntgen der Lunge sichtbar wurden, sehr kurz war. Medikamente zu Unterdrückung der Immunabwehr, die die Organempfängerin zur Verhinderung einer Abstoßung des Spenderorgans nehmen musste, hätten die Entwicklung der Krebserkrankung befördert.

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