Sqeezer-Sänger: Tod von Jim Reeves - lange Haftstrafen für die Täter

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Im Prozess um die grausame Tötung des Sängers der deutschen Popformation Sqeezer, Jim Reeves, sind die zwei Angeklagten heute vor dem Berliner Landgericht zu Haftstrafen verurteilt worden. Sie wurden des besonders schweren Totschlags in Tateinheit mit besonders schwerem sexuellen Missbrauch einer wehrlosen Person schuldig gesprochen. Die Angeklagten waren bei der fürchterlichen Tat erheblich alkoholisiert.

Der 47 Jahre alte Sänger, der in den 90er Jahren mit der Eurodance- und Pop-Formation Sqeezer erfolgreich war, wurde im Februar 2016 in einem Sechs-Bett-Zimmer brutal geschlagen. Reeves habe den Angeklagten, die das Zimmer mit ihm teilten, zuvor ein sexuelles Kontaktangebot gemacht, hieß es weiter im Urteil.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des tödlichen Angriffs auf Reeves jeweils 14 Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Hinzu kam das Mordmerkmal der Grausamkeit, weil Reeves zum Zeitpunkt der mehrfachen Penetrationen schon bewusstlos war. Er starb an den Folgen von Rippenbrüchen. Für 13 Jahre soll ein 24-Jähriger ins Gefängnis. Gegen ihn verhängte das Gericht wegen seiner Alkoholsucht eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Beide Männer müssen außerdem mehr als 3.500 Euro Schmerzensgeld an die Familie des Getöteten zahlen.

Unbeantwortet blieb im Prozess die Frage, warum die Männer dem schwerstverletzten Reeves ihre Hilfe verweigerten.

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