Hauptpreise vergeben - Umstrittener Film über rechten Youtuber gewinnt beim DOK Leipzig

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Im deutschen Wettbewerb wurde der viel diskutierte und umstrittene Beitrag Lord of the Toys von Pablo Ben Yakov mit der Goldenen Taube ausgezeichnet.

Der Dokumentarfilm portraitiert eine Gruppe von Dresdner YouTubern, die sich offen rassistisch, sexistisch und antisemitisch äußern. "Mit seinen präzisen Beobachtungen und einer kritischen Einordnung legt er eine Jugendkultur und deren erschreckende Sprache offen", erklärte sie. Der Film war zuvor vor allem wegen der kaum verhohlenen rechten Gesinnung seiner jugendlichen Protagonisten in die Kritik geraten. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm mit der Preisverleihung zu Ende. Mit ihren beiden Protagonistinnen stelle Tosi in dem Film die brutale Frage, ob Demokratie und Politik überhaupt noch am Leben sind, hieß es zur Begründung. Der Film erhielt zudem den Preis der Interreligiösen Jury und die Auszeichnung der internationalen Kritikervereinigung FIPRESCI. Zum Abschluss des Filmfestivals am Sonntag wurden vier der Preisträgerfilme sowie Publikumslieblinge noch einmal gezeigt.

Im Wettbewerb "Next Masters" konnte sich die brasilianische Produktion "Cinema Morocco" von Ricardo Calil über 10.000 Euro Preisgeld freuen. Insgesamt wurden seit vergangenem Montag auf dem Dokumentarfilmfestival 306 Filme sowie zwölf interaktive Arbeiten gezeigt.

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