Flug in Indonesien - Passagiere weigern sich, mit Stinkfrucht an Bord abzuheben

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Eine Passagiermaschine der Fluglinie Sriwijaya Air sollte von Sumatra in die indonesische Hauptstadt Jakarta starten, als die ersten Beschwerden laut wurden: Den Fluggästen fiel ein bestialischer Gestank auf.

Richtig schlimm war allerdings, was Passagiere einer indonesischen Fluglinie erleben mussten. "Als ich das Flugzeug betrat, konnte ich den Gestank bereits riechen", schildert Flugpassagier Amir Zidane seine Eindrücke.

Als Quelle des Geruchs entpuppte sich eine Ladung im Frachtraum. Ursache war eine zwei Tonnen schwere Ladung der für ihren üblen Geruch bekannten Frucht Durian. Die Passagiere verlangten, die Stinkfrüchte aus dem Flugzeug zu schaffen.

Versicherungen der Crew, dass der Geruch sich nach dem Start verflüchtigen werde, habe er nicht glauben wollen, sagte ein Passagier. Da im Laderaum während eines Flugs üblicherweise ein niedriger Luftdruck herrscht als in der Kabine, erscheint die Prognose der Besatzung durchaus plausibel. Doch die Fluggäste weigerten sich, auf dem etwa einstündigen Flug in der stinkenden Maschine zu sitzen. Sriwijaya Air fliegt unter anderem mit Passagierjets vom Typ Boeing 737. Alle riefen zurück: "Nicht wir!", berichtete Zidane. Schließlich wurden die Durian-Früchte wieder ausgeladen, und die Maschine startete mit einer Stunde Verspätung. Allerdings ist ihr süßlich-fauler Geruch sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert an Sportsocken, verrottetes Fleisch, Kanalisation oder Erbrochenes.

Der Fall löst über die Grenzen Indonesiens hinaus großes Aufsehen aus: Die Fluglinie betonte, die Früchte seien gut verpackt gewesen, aber ein Rest könne den Gestank verursacht haben.

In manchen Hotels, bei vielen Fluggesellschaften und auch in einigen öffentlichen Verkehrsmitteln in Südostasien ist das Mitbringen der Früchte längst verboten. Indonesien erlaubt den Transport im Frachtraum von Flugzeugen. Das Verkehrsministerium werde diese Regel aber mit Blick auf das Wohl von Passagieren überprüfen, sagte ein Sprecher des Flughafens in Bengkulu.

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