Wahl in den USA, Stimmungstest für Trump: Eine Sensation, wenn …

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In den USA haben die mit Spannung erwarteten Kongresswahlen begonnen. Gewählt werden sämtliche 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Senatoren.

An der US-Ostküste haben die Wahllokale seit Dienstag 12 Uhr MEZ (im Bundesstaat Vermont zum Teil sogar bereits eine Stunde früher) geöffnet.

Mit aussagekräftigen Ergebnissen wird am frühen Mittwochmorgen mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gerechnet.

Zum Ende des Wahlkampfs in den USA hat Trump seine Anhänger mobilisiert und vor einem Erfolg der oppositionellen Demokraten bei den Kongresswahlen gewarnt.

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt.

"In gewissem Sinne kandidiere ich auch", sagte er vor jubelnden Anhängern. "Sie müssen wählen gehen". So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt.

In Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana sagte Trump, die Demokraten seien eine Gefahr für die Wirtschaft und die Zukunft des Landes. Die Demokraten könnten auch versuchen, Trump zur Offenlegung seiner Steuererklärungen zu zwingen.

Bei der Kongresswahl in der Mitte zwischen zwei Präsidentenwahlen bekommt meist die Regierungspartei einen Denkzettel verpasst.

Donald Trumps Name steht nicht auf dem Stimmzettel, aber er ist es, der beide Seiten motiviert, an den Wahlen teilzunehmen.
Dafür müssten die Demokraten 23 Sitze zulegen. Allerdings werden diese Mandate vor allem von Demokraten gehalten. Die Republikaner wären aber auch dann im Vorteil: Bei einem Patt entscheidet die Stimme von Vizepräsident Mike Pence. Die Republikaner arbeiten in einer ihrer letzten Mails mit einem anderen Mittel: Donald Trump bietet an, man könne eine von ihm signierte Mütze gewinnen, wenn man mindestens drei Dollar spende, um "die Cash-Ladung von Nancy Pelosi" auszugleichen.

Theoretisch könnte ein demokratisches Repräsentantenhaus eine Amtsenthebung einleiten. Für ein erfolgreiches Impeachment-Verfahren ist allerdings eine Zweidrittelmehrheit im Senat nötig - und die wird es sicher nicht geben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine solche Mehrheit nicht abzusehen.

Seit dem Sommer ist Donald Trump wieder im Dauerwahlkampfmodus.

Auch wenn die Migranten aus Mittelamerika noch fast 1000 Kilometer von der US-Grenze entfernt sind, orderte Trump mehr als 5000 Soldaten an die mexikanische Grenze und ließ sie kilometerlange Stacheldrahtzäune ausrollen.

Am Dienstag stehen mehrere Rennen unter besonderer Beobachtung, zum Beispiel das um den Senatssitz in Texas.

► Die Republikaner haben beste Chancen, die Kontrolle im Senat zu behalten. In den Umfragen für das Repräsentantenhaus liegen die Demokraten vorn.

Dieses Phänomen gilt jedoch auch als weiterer Unsicherheitsfaktor für die Meinungsforscher, deren Modelle eher von einer moderaten Wahlbeteiligung ausgingen.

Bei den Gouverneurs-Wahlen wird erwartet, dass sie den Konservativen die Herrschaft in den wichtigen Staaten Ohio, Florida, Wisconsin und Michigan abjagen können. Auch lokale Initiativen stehen zur Abstimmung, beispielsweise die Legalisierung von Marihuana in bestimmten Bundesstaaten. Wenn das Ergebnis beim Senat knapp ausfällt, könnte sich alles noch viel länger hinauszögern. Die Wahl ist um diese Zeit noch gar nicht ganz vorbei, weil die USA sich über viele Zeitzonen erstrecken: Auf Hawaii schließen die Wahllokale erst um 6.00 Uhr MEZ am Mittwoch.

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