Tausende Iraner demonstrieren gegen USA

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Am Jahrestag der Übernahme der US-Botschaft 1979 in Teheran sind landesweit Zehntausende Iraner auf die Straße gegangen.

In Teheran verbrannten Demonstranten symbolisch US-Flaggen und Dollarscheine. Die Teilnehmer riefen Slogans gegen die drei iranischen Erzfeinde USA, Israel und Saudi-Arabien, die im Land auch als "teuflisches Dreieck" bezeichnet werden. Die Proteste waren ursprünglich zum Jahrestag der Besetzung der amerikanischen Botschaft in Teheran 1979 durch radikale iranische Studenten gedacht, stand aber auch unter dem Eindruck der ab Montag angekündigten schweren Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran. In einer gemeinsamen Erklärung schrieben EU, Deutschland, Frankreich und Großbritannien schrieben, sie wollten europäische Wirtschaftsakteure schützen, die in "legitimen Geschäftsbeziehungen mit Iran stehen". Diese protestierten damit gegen die Aufnahme des gestürzten Schahs Reza Pahlavi in den USA.

Dabei präzisierte er aber nicht, wer weiter Öl aus dem Iran importieren darf, ohne sich vor Strafmaßnahmen der USA fürchten zu müssen. Sie sind auch gut vier Jahrzehnte danach noch nicht wieder aufgenommen worden.

Die Demonstrationen dieses Jahr wurden überschattet von den morgen in Kraft tretenden schweren Wirtschaftssanktionen der USA. "Unsere Botschaft an diesen komischen US-Präsidenten: Herr Trump, drohe niemals dem Iran", sagte Mohamed-Ali Dschafari, Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden.

Die USA setzen am Montag alte Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft, die sich vor allem gegen die iranische Ölbranche richten und Strafen für internationale Unternehmen vorsehen, die die Sanktionen unterlaufen. Neue Sanktionen, deren erste Stufe im August in Kraft traten, sollen die Islamische Republik zu Verhandlungen über ein neues, strengeres Abkommen zwingen.

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