Hawaii: Megatropensturm verschlingt eine ganze Insel

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Sie hatten damit gerechnet, dass ihr Forschungsobjekt noch mindestens 10 bis 20 Jahre existiert, bevor der ansteigende Meeresspiegel die Insel verschlucken könnte. Auf Satellitenbilden ist nun allerdings zu sehen, dass eine ganze Insel in einem Meeresschutzgebiet verschwunden ist. Der Hurrikan hat East Island untergehen lassen. Sie war Teil des Meeresschutzgebietes "Papahanaumokuakea Marine National Monument". Trotz ihrer relativ geringen Ausdehnung war sie ein wichtiger Rast- und Brutplatz für Seevögel und eine bedeutsame Kinderstube für die bedrohten Hawaii-Mönchsrobben.

Wie Wissenschaftler auf Satellitenaufnahmen feststellten, wurde die Insel vom Hurrikan Walaka fast vollständig ausradiert.

East Island war nur ein kleines Eiland im Archipel der French Frigate Shoals, das zum US-Bundesstaat Hawaii gehört: Es bestand vor allem aus Sand und Kies auf einem Korallenriff und maß gerade einmal 400 Meter Länge zu 150 Meter an der breitesten Stelle. Walaka war einer der stärksten Stürme, die jemals im Pazifik beobachtet wurden.

Anfang Oktober zog er nördlich der bewohnten Inseln an Hawaii vorbei, wo er keine größeren Schäden verursachte.

East Island war zum Glück unbewohnt, beheimatete jedoch die gefährdeten Mönchsrobben und die Grüne Meeresschildkröte.

"Wir wollten die Insel erforschen und deshalb waren wir enttäuscht, weil sie nicht mehr da ist", erzählte Klimaforscher Fletcher.

Wie Fletcher dem "Honolulu Civil Beat" sagte, ging er davon aus, dass East Island im Meer versinken würde, allerdings erst im Laufe der kommenden Jahrzehnte, und nicht über Nacht. "Das ist ein weiterer Riss in der Mauer der Artenvielfalt dieses Planeten, die niedergerissen wird", so Fletcher.

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