Griechischer Außenminister Nikos Kotzias zurückgetreten

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Athen (Reuters) - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat den Rücktritt von Außenminister Nikos Kotzias angenommen. Der Rücktritt wurde vom griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, welcher bis auf Weiteres das Außenministerium übernimmt, angenommen. Kotzias ist ein Verfechter der Namensänderung und geriet darüber bei einer Kabinettssitzung am Dienstag mit Verteidigungsminister Panos Kammenos in einen Streit. Er wirbt um das rechte Milieu im Land und will auf jeden Fall verhindern, dass der Nachbarstaat in irgendeiner Form den Namen Mazedonien trägt. Er schlug Washington eine Lösung vor, die von einer Aufnahme Mazedoniens in die Nato absieht: Danach sollte auf dem Balkan eine Art "kleine NATO "entstehen, an der alle Balkanstaaten unter US-Schirmherrschaft teilnehmen sollten, die nicht Mitglieder der Allianz sind". Der bisherige Außenminister galt als Architekt der Vereinbarung.

Die mazedonische Frage hat die ohnehin sehr gegensätzlichen Koalitionspartner, Tsipras' linkspopulistische Syriza und den rechtsnationalen Juniorpartner Anel von Kammenos, weiter entzweit.

Weil Kotzias in dem Streit dann offenbar nicht genügend Unterstützung von Tsipras erhielt, entschloss er sich zum Rücktritt, berichtete die Athener Presse unter Berufung auf Kreise des Außenministeriums.

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