Börse in Frankfurt: Dax im Minus nach Fresenius-Schock

Einstellen Kommentar Drucken

Der bayerische Medizintechnikanbieter Fresenius Medical Care steht bei der Bildung des Dax der Frankfurter Börse auf Platz 23.

Kann sich die Fresenius Medical Care-Aktie in den nächsten Wochen auf 75 Euro steigern, dann wird sich der innere Wert des Turbo-Calls - unter der Voraussetzung, dass der Aktienkurs nicht vorher auf die KO-Marke oder darunter fällt - auf 0,79 Euro (+93 Prozent) erhöhen.

Die massiven Kursverluste des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) und dem Mutterkonzern Fresenius von zeitweise 18 bzw. zwölf Prozent ließen den deutschen Leitindex nachgeben.

Das Dax-Unternehmen zeigt sich nach der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen pessimistischer für 2018: Der Gesundheitskonzern hält nun nur das untere Ende seiner Prognosespannen für Umsatz und Ergebnis für realistisch. Hier kam dem Unternehmen vor allem die Hyperinflation in Argentinien in die Quere. Bei Deutschlands größtem Krankenhausbetreiber machten sich geringere und weniger profitable Behandlungen bemerkbar. Insgesamt werde daher beim Umsatzwachstum von Fresenius bereinigt um Währungseffekte wohl nur das untere Ende der Spanne von fünf bis acht Prozent erreicht.

Die Dampfmaschine des Konzerns bleibt damit die Tochter Kabi, deren Geschäfte sich weiterhin gut entwickelten - insbesondere in Nordamerika. Die Aktie des bayerischen Medizintechnikanbieters liegt derzeit 8,75 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das bei 93,26 Euro lag.

FMC dürfte einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf knapp 4,06 Milliarden Euro zu verkraften haben. Bei den hierzu laufenden Verhandlungen geht es um mögliche Verstöße gegen US-Korruptionsrecht, die außerhalb der USA begangen wurden. FMC habe die Erwartungen an das dritte Quartal verfehlt, schrieb Analyst Frank Morgan vom britischen Analysehaus RBC. Die endgültigen Zahlen legt Fresenius am 30. Oktober vor.

Comments