Paul Allen: Microsoft-Mitgründer stirbt im Alter von 65 Jahren an Krebs

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"Die meisten mögen Paul Allen als Technologen und Wohltäter kennen, doch für uns war er ein heiß geliebter Bruder und Onkel, ein außerordentlicher Freund".

Einer der bekanntesten Tech-Unternehmer der Welt ist gestorben: Mit 65 Jahren schied Microsoft-Mitbegründer Paul Allen (†) aus dem Leben.

"Sein Leben hat die Welt verändert": Zusammen mit seinem Kindheitsfreund Bill Gates hatte er 1975 Microsoft gegründet.

Allen zählte lange Zeit zu den reichsten Menschen der Welt. Der 65-jährige US-Milliardär starb an den Folgen einer Krebserkrankung. Nur acht Jahre später verließ er Microsoft 1983 wieder, bereits damals hatten die Ärzte bei ihm Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert.

In den Jahrzehnten nach seinem inoffiziellen Weggang betätigte sich Allen als Investor, zunächst höchst erfolglos, und unterstützte viele Forschungsinitiativen.

Die allgemeine Bekanntheit eines Bill Gates' oder Steve Ballmers erreichte Paul Allen zwar nie, seine Bedeutung für die Computerrevolution seit den 70er Jahren sollte aber nicht unterschätzt werden.

In einer schriftlichen Mitteilung äußerte sich auch Bill Gates zu dem Tod seines Freundes: "Personalinformatik würde ohne ihn nicht existieren", schrieb er. Ohne Allen hätte es den Durchbruch des PCs nicht gegeben.

Allen zufolge stammten die wichtigsten Ideen Microsofts von ihm.

In seiner Autobiografie beschrieb Allen 2011 ein teilweise kompliziertes Verhältnis zu Gates: Während er die Anteile am neu gegründeten Unternehmen jeweils zur Hälfte habe aufteilen wollen, habe Gates auf einen Anteil von 60 Prozent für sich bestanden und diesen später auf 64 Prozent erhöht. "Wir lieben dich", schreib das Team auf Twitter und veröffentlichte dazu ein Schwarzweißfoto von Allen. "Doch gab sich Paul nicht damit zufrieden, ein Unternehmen zu gründen". Als Mitbegründer von Microsoft hat er, auf seine eigene ruhige aber konsequente Weise, magische Produkte, Erfahrungen und auch Institutionen aufgebaut. Ich habe unglaublich viel von ihm gelernt.

Allen war massgeblich daran beteiligt, dem Computerriesen IBM für den ersten Personal-Computer ein Betriebssystem zu beschaffen, das als MS-DOS die Basis für den Erfolg von Microsoft legte. Genau dieses Geschäftsmodell, nämlich Lizenzgebühren für jeden verkauften IBM-PC zu erheben anstatt das Betriebssystem an IBM zu verkaufen, sorgte für den immensen Reichtum der Microsoft-Gründer. Der Microsoft-Mitgründer spendete grosse Summen für wohltätige Zwecke, zudem engagierte er sich mit hohen Immobilien-Investitionen bei der Stadtentwicklung der US-Westküstenmetropole Seattle und war Besitzer der American-Football-Mannschaft Seattle Seahawks sowie des Basketball-Teams Portland Trail Blazers. Allen hinterlässt keine Nachkommen.

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