Zeitungsbericht: Apple-Watch zeichnete Folter und Ermordung Khashoggi auf

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Die regierungsnahe türkische Zeitung "Sabah" berichtete, Kaschoggi habe im Konsulat eine Apple Watch getragen, die mit einem iPhone synchronisiert gewesen sei, das er bei seiner Verlobten Hatice Cengiz gelassen habe.

In einem Interview der Sendung "60 Minutes" von CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte, sagte Trump, die Saudi-Araber bestritten "es". Was passiert ist, ist schrecklich. Auf die Frage, ob der Regimekritiker möglicherweise auf Anordnung der saudischen Führung ermordet worden sei, sagte der Präsident: "Es wird untersucht, das wird ganz, ganz genau angeschaut, und wir wären sehr aufgebracht und verärgert, wenn das der Fall wäre". "Ich will keinen Jobs schaden". Ich will eine Bestellung wie diese nicht verlieren.

Trump sprach von einer "harten Bestrafung". Einen 110 Milliarden Dollar schweren Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien werde er aber nicht aufkündigen.

Saudi-Arabien hatte vor Tagen gesagt, dass es das Konsulat für eine Durchsuchung öffnen werde. Zahlreiche Regierungen forderten in den vergangenen Tagen Aufklärung, darunter auch die Bundesregierung. Auch Bundesaußenminister Heiko Maas forderte Saudi-Arabien auf, den Fall aufzuklären. In der Stellungnahme des Ministers für die F.A.S. heißt es weiter: "Wir können uns nicht damit abfinden, dass Journalisten weltweit immer öfter wegen ihrer Arbeit bedroht und angegriffen werden. Das gilt auch für Journalisten im Exil". Einen potenziell lukrativen Waffen-Deal mit den Saudis will er aber nicht riskieren. Das seien "zwei Dinge, die nicht miteinander verbunden sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Der Fall Chaschukdschi stellt eine Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien dar. "Derzeit habe ich keine Absicht, mein Pläne zu ändern", sagte sie. Schließlich müsse sie ihre Arbeit für den IWF machen.

Zuvor hatten mehrere Konzernchefs ihre Konferenz-Teilnahme abgesagt. Diese Aufnahmen belegten angeblich, dass saudische Sicherheitskräfte den Journalisten vor eineinhalb Wochen im saudischen Konsulat in Istanbul getötet und seine Leiche zerstückelt hätten. Seither wird der Journalist vermisst. Ankara liegen nach einem Bericht der "Washington Post" Ton- und Videoaufnahmen von der Ermordung des Journalisten im saudiarabischen Konsulat in Istanbul vor. Innenminister Abdulasis bin Saud sagte der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge, Berichte über einen Mordbefehl gegen Chaschukdschi seien "Lügen und grundlose Vorwürfe gegen die Regierung". Die US-Zeitung "New York Times" teilte mit, nicht mehr als Sponsor für den Gipfel Future Investment Initiative zur Verfügung zu stehen. "Die wollen wir sehen". Er versprach zudem, dass die Untersuchungen seitens der US-Regierung verstärkt werden. Apple-Watches verfügen nicht über eine Entsperrungsfunktion durch einen Fingerabdruck.

Aufzeichnungen der Apple-Watch Khashoggis deuten einem Medienbericht zufolge darauf hin, dass er gefoltert und ermordet wurde. Türkische Ermittler gehen davon aus, dass der Regierungskritiker bei seinem Besuch im Konsulat am 2. Oktober von saudiarabischen Agenten ermordet wurde. Zugleich hätte Chaschukdschi bei bestehender Funkverbindung zu seinem Telefon, einem WLAN oder dem Mobilfunknetz auch einfach nur vor Betreten des Konsulats einen Anruf über die Uhr starten können, mit dem alle Umgebungsgeräusche übertragen worden wären. Der Journalist habe nach Einschätzung der Ermittler die Aufnahmefunktion der Apple Watch gestartet, bevor er in das Konsulat gegangen sei. Ein Geheimdienstexperte des Fernsehsenders CNN, Robert Baer, sagte, die Apple-Uhr habe über die Distanz mit Bluetooth allein die Verbindung zum Mobiltelefon nicht halten können. Die Informationen, die seit Tagen scheibchenweise unter Verweis auf anonyme türkische Regierungsquellen in den Medien landen, sollen demnach dorther stammen. Die Apple-Uhr als Quelle der Daten würde die Türkei da entlasten.

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