Gesund durch den Winter: Herzpatienten sollten sich gegen Grippe impfen lassen

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Dennoch: Es wäre sehr viel geholfen, wenn sich deutlich mehr Menschen in Deutschland gegen Influenza impfen ließen.

Deshalb antwortet der Virologe auch auf die Frage, wer sich impfen lassen soll: "Am besten alle!" "Eine echte Grippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung". Auch in vielen Betrieben wird Mitarbeitern eine Impfung angeboten, so können sich etwa Angestellte der Stadt Köln gegen Grippe impfen lassen, auch wenn sie zu keiner Risikogruppe gehören. Doch die Influenza zu unterschätzen hat Folgen, denn es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung: Bei einem schweren Verlauf kann die Grippe sogar eine Herzmuskel- oder Lungenentzündung nach sich ziehen. "Diesen raten wir zu einer rechtzeitigen Impfung", so Dr. "Wir brauchen Überzeugungstäter, um die Krankheit, die uns in den westlichen Breitengraden am meisten in Schach hält, eindämmen zu können". Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangeren, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen, medizinischem Personal und Pflegenden sowie Beschäftigten in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr.

"Es kann sich immer ein anderer oder gar neuer Erreger durchsetzen, als prognostiziert wurde, und dann schützt die stetig Geimpften eine Kreuzreaktivität des Immunsystems auf Basis vorhandener Stoffe von vorherigen Impfungen".

Der Mediziner will allerdings auch nicht verhehlen, dass die Grippeimpfung - solitär betrachtet - in der vergangenen Saison nur bedingt half.

Die Wirksamkeit der Grippeimpfung unterscheidet sich von Saison zu Saison - dafür sind verschiedene Faktoren verantwortlich.

Der beste Zeitpunkt für eine Impfung ist im Oktober und November.

Dass Grippe gefährlich werden kann, hat mehrere Gründe - wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen. Doch bei der Grippewelle 2019 ist mit einer weit höheren Wirksamkeit der Schutzimpfung zu rechnen als in der vergangenen Saison.

In diesem Jahr übernehmen die Krankenkassen zum ersten Mal die Kosten für den sogenannten "Vierfach-Impfschutz". Nach einer Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der volle Impfschutz aufgebaut ist.

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