Glasfaser und 5G: Telekom und Telefónica weiten Kooperation aus

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Die Telekom werde mindestens 5.000 Mobilfunkstandorte von Telefónica ans Glasfasernetz des Bonner Konzerns anbinden. Das teilten die beiden Mobilfunknetzbetreiber am Montag mit. Angaben zum finanziellen Volumen der Vereinbarung wurden nicht gemacht.

Beide Seiten arbeiten schon seit Jahren zusammen. Durch einen Backhaul in einem Mobilfunknetz würden die in der Fläche verteilten Basisstationen an das Netzzentrum angebunden.

Die Netzbetreiber sehen sich stetig steigenden Anforderungen gegenüber. Angesichts immer größerer Datenmengen und immer mehr mobiler Geräte seien neben der Übertragungsgeschwindigkeit auch Verfügbarkeit und Netzabdeckung wichtige Faktoren. Für ein Unternehmen alleine ist der Netzausbau kaum noch zu stemmen, daher gibt es bei den Telekommunikationsanbietern einen Trend zu Kooperationen.

Durch die Zusammenarbeit werde sich für die Kunden beider Unternehmen nichts ändern mit Blick auf Vertragsinhalte oder Rufnummern. Beide Mobilfunknetze werden weiter separat voneinander bestehen. Die Telekom ist lediglich für den Glasfaser-Part verantwortlich, der eben von Telefonica genutzt wird. Wie jetzt im Fall von Telefónica und der Telekom. "Die Ressourcen, die wir dadurch einsparen, werden wir konsequent in den weiteren Netzausbau und die Entwicklung von 5G investieren", so Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner.

Damit soll auch gezeigt werden, dass die Mobilfunkanbieter auch ohne regulatorische Eingriffe die Zusammenarbeit suchen. Telefónica setzt bei diesem Ausbau eben auf bestehende Infrastruktur, geht Partnerschaften mit der Konkurrenz ein, um den Ausbau voranzutreiben.

Der Chef von Telefónica Deutschland, Markus Haas, betonte, sein Unternehmen könne so den Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes beschleunigen und einen "signifikanten" Anteil der Mobilfunkstandorte "fit für 5G" machen.

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