Athen - Hilfspaket nach Absturz griechischer Bankaktien

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Athen. Nach einem Kurseinbruch von Aktien griechischer Großbanken lotet die Regierung in Athen einen Hilfsplan für die heimischen Geldhäuser aus. Zusammen mit dem Euro-Rettungsschirm ESM und dem griechischen Bankenverband wird an einem "Interventionsplan" gearbeitet, um Banken bei risikobelasteten Krediten zu entlasten. Details wurden nicht genannt. Am Mittwoch waren die Aktienkurse der vier größten Banken, Piraeus Bank, Alpha Bank, National Bank of Greece und Eurobank Ergasias, dramatisch eingebrochen.

Gut 88 Milliarden Euro an "faulen Krediten" stehen in den Büchern griechischer Banken, diese gerieten nun an der Börse unter Druck.

Nach Angaben der griechischen Finanzpresse könnte eine sogenannte Bad Bank als Lösung in Frage kommen. Deren Aktien gaben um 20,73 Prozent nach. Am Donnerstagmorgen entspannte sich die Lage aber. Vize-Premier Giannis Dragasakis sagte im Staatsfernsehen (ERT): "Spekulanten sind zurzeit am Werk". "Presseberichte, nach denen der ESM an Vorbereitungsarbeiten für einen möglichen Interventionsplan zugunsten griechischer Banken beteiligt sei, sind allerdings falsch". Dieser beinhalte die Auslagerung fauler Kredite in Milliardenhöhe und die Schaffung einer Bad Bank. Das größte Problem für Investoren seien weiterhin die Korruption und die Bürokratie. In Griechenland müssen bis spätestens September 2019 Parlamentswahlen erfolgen.

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