Streckensperrung Mannheim-Stuttgart - So sieht der Sanierungsplan der Deutschen Bahn aus

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Die Geduld der Bahnreisenden wird in den kommenden Jahren also mächtig auf die Probe gestellt.

Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen.

Im Juni 2019 starten die Bauarbeiten auf den Strecken Hannover-Würzburg, Mannheim-Stuttgart und Hannover-Göttingen. Aber auch alle anderen Fahrgäste, deren Verbindung über die gesperrten Routen läuft, müssen sich laut Bahn auf Verzögerungen einstellen.

Es folgt die Strecke Mannheim-Stuttgart, die vom 10. April bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein wird. Der Abschnitt Fulda-Würzburg wird 2022 und der Bereich Kassel-Fulda 2023 erneuert. Dort seien aber schon jetzt viele Güter- und Nahverkehrszüge unterwegs, und die Strecke sei gut ausgelastet. "Details zu den Ersatzverkehren werden aktuell erarbeitet und rechtzeitig vor Beginn der Baumaßnahmen an die Fahrgäste kommuniziert", sagte eine Bahnsprecherin. Während der Arbeiten von Juni bis Dezember 2019 sollen die ICE-Züge über eine alte Strecke verkehren. "Das wird sich im Nahverkehr auswirken".

Bei der Planung müsse man einen Kompromiss finden, der sowohl Pendlern als auch Fernreisenden gerecht werde.

Die Bahn warb um Verständnis für die Serie von Großbaustellen.

Die übliche regelmäßige Instandhaltung reiche nun nicht mehr aus, heißt es bei der Bahn. Damit werden Reisende etwa von Hamburg nach Frankfurt oder Berlin nach Frankfurt, die über die Ausweichstrecke fahren, auch länger unterwegs sein: Die Verspätung wird unterwegs nicht wieder aufgeholt. Weil auf den Umleitungsstrecken weniger Züge Platz haben, können dort auch weniger ICE und Intercitys eingesetzt werden als üblich. "Wir müssen jetzt grundlegend ran, um die Qualität der Schnellfahrstrecke für künftige Generationen weiter gewährleisten zu können", machte der Leiter des Sanierungsprojekts Hannover-Würzburg, Hannes Tesch, deutlich. Bei den Bauarbeiten sollen Gleise, Weichen, Schotter sowie die Oberleitungsmasten und die Strom- und Sicherungstechnik erneuert werden.

Mit der Strecke zwischen Hannover und Göttingen geht es 2019 los. Die Sanierung der gesamten Strecke von Hannover nach Würzburg soll rund 640 Millionen Euro kosten. Die Trasse Mannheim-Stuttgart wird für 185 Millionen Euro auf Vordermann gebracht, wie das Unternehmen meldete. Da es sich um eine sogenannte Ersatzinvestition handele, würde der Bund als Eigentümer die Kosten fast vollständig übernehmen.

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