Kult-Moderator Bernd Müller ist gestorben

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In einem elegantem, roten Bugatti reiste WDR-Moderator Bernd Müller durch NRW. Als "Urgestein des WDR" bezeichnete WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn den Moderator.

Der WDR-Journalist und Fernsehmoderator Bernd Müller ist vergangenen Freitag verstorben - er wurde 78 Jahre alt. "Er hat über Jahrzehnte das Programm des WDR Fernsehens geprägt", wird Jörg Schöneborn vom Pressportal zitiert. 1972 fing er beim WDR zunächst als Reporter für Landespolitik an, später leitete er unter anderem die Redaktion von "Hier und Heute" und war Leiter der Landespolitik im Landesstudio in Düsseldorf.

Den meisten Zuschauern dürfte Bernd Müller als Entdecker NRWs bekannt sein, der mit einem roten Oldtimer-Bugatti Regionen und Städte bereiste und den Menschen die Schönheiten des Bindestrich-Landes nahe brachte.

Die Rolle des Gastgebers vor der Kamera übernahm er 1988 in der Talksendung "mittwochs in." bzw. "Generationen junger Reporterinnen und Reporter haben von ihm gelernt, wie man hart und bestimmt aber trotzdem freundlich Fragen stellt", sagt Jörg Schönenborn laut einer Mitteilung. Er habe mit seiner Talk-Sendung "mittwochs live" gezeigt, dass Politik und Humor zusammenpassen würden. In den Neunzigern, als das Image NRWs noch stark geprägt war von Kohle und Stahl, war es ein bisschen kühn, eine Sendung 'Wunderschönes NRW' zu nennen. Für ihn stehe das WDR-Fernsehen bis heute in der Tradition Bernd Müllers. Nach der Verlegung auf Samstagabend hieß die Sendung "Müller live". Im März 2004 verabschiedete er sich als Live-Talkmaster vom Bildschirm. Im Dezember 2007 nahm er mit der 50. Ausgabe der Sendung Abschied vom Fernsehbildschirm, obwohl er bereits 2005, im Alter von 65 Jahren, offiziell pensioniert wurde.

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