Facebook gehackt: Das sollten Sie jetzt machen

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Welche oder ob tatsächlich Informationen abgegriffen wurden, war vorerst noch unklar. Zusätzlich zu diesen 50 Millionen direkt betroffenen Konten will Facebook noch die Access Tokens von weiteren 40 Millionen Nutzern löschen, dies sei allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme. Laut "New York Times" und "Financial Times" zählen auch die Profile von Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg dazu. Die Daten von rund 87 Millionen Nutzern des Onlinenetzwerks waren bei der britischen Firma Cambridge Analytica gelandet.

Die Angreifer hätten eine Sicherheitslücke in der Funktion ausgenutzt, mit der Facebook-Mitglieder sich ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen lassen können, erläuterte das Unternehmen. Mit dieser können Nutzer herausfinden, wie andere Personen ihr Profil sehen. Dank des Schlüssels hatten sie die Möglichkeit, fremde Accounts so zu nutzen, wie ihren eigenen. Damit bekamen sie dann Zugriff auf Susannes Facebook-Konto. Facebook nutzt die Digitalschlüssel, damit sich Nutzer nicht jedes Mal neu einloggen müssen, wenn sie die App benutzen.

Ich wurde aus meinem Facebook-Account ausgeloggt - heißt das, ich war sicher von dem Angriff betroffen? Der Hacker verspricht auf seiner Facebook-Seite einen Livestream der Aktion am Sonntag. Er habe zunächst ungewöhnlich hohe Aktivität bei einer Schnittstelle am 16. September entdeckt.

Facebook hat besagte Token für insgesamt über 90 Millionen Nutzer zurückgesetzt, deswegen wurde heute der ein oder andere Nutzer automatisch von Facebook abgemeldet. Facebook kann es noch nicht genau sagen.

Was wissen die Angreifer jetzt über betroffene Nutzer? Bei den gestohlenen Informationen soll es sich hauptsächlich um Details wie Name, Geschlecht und Wohnort der Profile handeln. Dadurch sei die Attacke auch aufgefallen.

Potenziell gefährlich ist, dass die Angreifer sich mit den erbeuteten Digitalschlüsseln auch bei anderen Online-Diensten anmelden konnten, die mit dem Facebook-Login genutzt wurden. Sicherheitsexperten meinten, dass es nicht schaden würde, wenn sie es dennoch tun. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass private Nachrichten der Nutzer abgerufen worden seien, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einer eilig einberufenen Telefonkonferenz. Am Freitag sagte er die Übertragung dann ab und erklärte, er habe stattdessen Facebook kontaktiert.

Bei Facebook geht es weiterhin turbulent zu, der Konzern musste eine neue Sicherheitslücke kommunizieren.

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