Chansonnier Charles Aznavour ist gestorben

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Aznavour zählt neben Édith Piaf (†47) zu den bekanntesten Stimmen der französischen Musik und verkaufte zu Lebzeiten nahezu 200 Millionen Tonträger weltweit.

Charles Aznavour hinterlässt seine Ehefrau Ulla Thorsell, mit der er seit 1967 in dritter Ehe verheiratet war und seine sechs Kinder aus verschiedenen Beziehungen.

Abschied von einer Legende: Charles Aznavour (†) ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Sonntagnacht ist er in seinem Haus im südfranzösischen Alpilles 94-jährig verstorben, wie seine Sprecher der Nachrichtenagentur AFP mitteilten. Mit seinen Tourneen und Alben wie "Das Beste auf Deutsch" feierte er auch in Deutschland bedeutende Erfolge. Wegen eines Sturzes hatte er aber zuletzt Konzerte im Sommer in Deutschland und anderen europäischen Ländern abgesagt.

Geboren wurde Aznavour am 22. Mai 1924 in Paris im Quartier Latin.

Entscheidend für seine Karriere war die Begegnung mit Edith Piaf, die 1946 auf ihn aufmerksam wurde und ihn auf eine Tournee durch Frankreich und die Vereinigten Staaten mitnahm.

Mit Liedern wie "La Bohème" und "Emmenez-moi" wurde Charles Aznavour weltbekannt. Doch erst Jahre später, im Jahr 1960, schaffte er mit "Schießen Sie auf den Pianisten" von François Truffaut seinen großen Durchbruch. Mit der Oscar-prämierten Verfilmung "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff machte er sich als Schauspieler auch in Deutschland einen Namen. Er war über die Grenzen seines Geburtslandes hinweg als Sänger, Liedtexter und bis 2008 auch als Schauspieler bekannt. Im Jahr 1995 bestellte ihn die UNESCO zum Sonderbotschafter für Armenien, und seit 2009 war er armenischer Botschafter in der Schweiz.

Im August 2017 wurde Charles Aznavour ein Stern am berühmten "Walk of Fame" verliehen.

Nach Steuerärger mit Frankreich hatte sich Aznavour bereits in den 1970er-Jahren in der Nähe von Lausanne am Genfer See niedergelassen.

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