Zentralbanken: US-Notenbank erhöht Zinsen weiter

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Mit den Zinserhöhungen kann die Fed einer Überhitzung der Konjunktur vorbeugen, die von US-Präsident Donald Trumps radikaler Steuerreform zusätzlich befeuert wird. Analysten rechnen damit, dass die Währungshüter am Abend einen Zinsschritt um weitere 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne zwischen 2,00 Prozent und 2,25 Prozent bekanntgeben werden.

Der Leitzins liegt nun im Bereich von 2,0 bis 2,25 Prozent und damit einen Viertelpunkt über dem bisherigen Satz, wie die Fed nach einer Sitzung ihres für die Geldpolitik zuständigen Ausschusses in Washington mitteilte.

Die US-Notenbank strafft die Geldpolitik weiter.

In ihrer schriftlichen Mitteilung erklärte die Notenbank, die US-Wirtschaft verzeichne eine "anhaltende Expansion der wirtschaftlichen Aktivitäten" und einen "starken Arbeitsmarkt". Allerdings hätten US-Unternehmen der Fed gegenüber Bedenken zum Ausdruck gebracht. Er sprach von einem "wachsenden Chor" der Besorgnis. "Wir berücksichtigen keine politischen Faktoren", sagte Powell. Die Notenbanker richteten ihre Entscheidungen ausschließlich am Auftrag der Fed aus, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Inflation stabil zu halten. Er sieht durch höhere Zinsen die positive Entwicklung der US-Wirtschaft beschädigt: Die USA sollten "nicht dafür bestraft werden, dass sie sich so gut schlagen".

Besorgt zeigte sich der Fed-Chef hingegen über die Folgen einer protektionistischen Handelspolitik, wie sie gegenwärtig von den USA ausgeht.

Die Fed bekräftigte indes ihre Einschätzung zur Wirtschaftslage.

Auf dem Weg hin zu höheren Zinsen will die Fed ihr Tempo offenbar beibehalten. "Mit Verbesserung der wirtschaftlichen Lage dürfte die EZB langsam aus der unkonventionellen Geldpolitik aussteigen und ab dem Jahr 2019 die Leitzinsen schrittweise erhöhen", heißt es im Herbstgutachten der Institute für die deutsche Bundesregierung.

Die Prognosen der Notenbanker für das Wirtschaftswachstum fallen für das laufende Jahr deutlich besser aus. Zuletzt stieg der Leitzins im Juni auf 1,75 bis 2,00 Prozent - den höchsten Stand seit zehn Jahren. Die Wachstumsprognose für 2019 wurde leicht angehoben, während sie für 2020 unverändert bei 2,0 Prozent bleibt. Und die Arbeitslosenquote ist auf 3,9 Prozent gesunken: Dies entspricht de facto Vollbeschäftigung. Beim derzeitigem Straffungstempo wird es im Laufe des kommenden Jahres erreicht.

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