UN-Generaldebatte: Trump erntet für Wahlkampfrede Gelächter

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An Selbstvertrauen und Bravado mangelt es Donald Trump nicht, das ist bekannt. Damals schrieb Trump: "Wir brauchen keinen Präsidenten, der für den Rest der Welt eine Lachnummer ist".

Während Trumps Rede vor ranghohen Vertretern aus 193 Mitgliedstaaten war im Saal am Dienstag höhnisches Gelächter zu hören, als er über seine bisherigen Errungenschaften als Präsident sprach.

New York. Das höhnische Gelächter des Publikums bringt den US-Präsidenten zu Beginn seiner Rede tatsächlich aus dem Konzept.

"Ich habe diese Reaktion nicht erwartet, aber das ist okay", entgegnete Trump mit einem Lächeln - was wiederum das Publikum dazu veranlasste laut loszulachen. Stärker, sicherer und reicher seien die USA unter seiner Führung.

Trump bekräftigte in seiner Rede seine Absage an "globale Regierung, Kontrolle und Herrschaft".

In Richtung Deutschland erneuerte er seine massive Kritik wegen der Pipeline Nord Stream 2. Die USA hatten das Vorhaben zuletzt immer wieder äußerst kritisch kommentiert. Es seien Fortschritte erreicht, die viele nicht für möglich gehalten hätten. Er danke Kim für die Schritte zur Entnuklearisierung, die dieser unternommen habe.

Für Kim, den er vor einem Jahr als "Raketenmann" verspottet, fand Trump diesmal anerkennende Worte.

Auch zum Dauerstreit mit Iran nahm der US-Präsident ausgiebig Stellung und forderte die weltweite Isolation der Regierung in Teheran. Und Trump wird bis heute nicht müde, über seinen Amtsvorgänger herzuziehen.

Er betonte, am 5. November werde eine zweite Runde von Sanktionen wieder in Kraft treten. Die USA gehören zu den Staaten der Welt, die mit am meisten Öl in andere Länder exportieren.

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