Trump prahlte vor der UNO mit seinen Erfolgen und attackierte den Iran

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Trump verteidigte auch den einseitigen Rückzug der USA aus dem Internationalen Atomabkommen mit dem Iran und die Wiedereinführung von US-Sanktionen. "Ich denke, die Zwei-Staaten-Lösung ist das, was am besten funktioniert", sagte Trump. Die "Ideologie des Globalismus" lehne er ab, stattdessen "akzeptieren wir die Doktrin des Patriotismus", so Trump. Durch die Unterstützung von Israel machten die USA Verbrechen möglich, argumentierte der iranische Präsident.

Neben dem Iran diente auch China Trump in der Sitzung als Angriffsfläche.

Seine eigene Politik lobte Donald Trump. "Ich habe diese Reaktion nicht erwartet, aber es ist okay".

Einen besonderen Platz in seiner Rede nahm der Iran ein.

"Aber wir müssen das Übel an der Wurzel packen", dazu gehörten die Finanzströme aus Teheran. Es sei korrupt und streue "Tod und Zerstörung".

Seine mit Spannung erwartete Rede nutzte der US-Präsident für verbale Angriffe in Richtung Iran. Die Chefredakteurin, Carol Hunter, sagte, es sei nicht überraschend, dass China in ihrer Zeitung Anzeigen schalte: Die Bauern in Iowa seien überproportional von den Folgen von Trumps Handelspolitik betroffen. Ruhani betonte zudem, es sei kein Zeichen der Stärke, dem Multilateralismus entgegenzutreten, "sondern ein Symbol der Schwäche des Intellekts". Er kündigte stattdessen die härtesten Sanktionen an, die der Iran je erlebt habe. Ursprünglich hatte sich die Sitzung nur um den Iran drehen sollen, war dann aber auf Druck von vielen Seiten thematisch ausgeweitet worden.

Unmittelbar vor seiner Rede hatte Trump ein Treffen mit seinem iranischen Kollegen ausgeschlossen, solange es keinen Politikwechsel Teherans gebe.

Vier Stunden später ergriff Hassan Ruhani das Wort. In New York sagte er nun, er sei überzeugt, dass die Palästinenser an den Verhandlungstisch zurückkehren würden. "So wahr", sagt er und beginnt zu lächeln. Zwar teilt man Interessen im Kampf gegen den Terror, auch sind alle Beteiligten an einer Stabilität im Nordkorea-Konflikt interessiert.

Während die Vollversammlung früheren US-Präsidenten kräftigen Beifall spendete, fand sich Trump so wieder, wie er sich selber positioniert hat: Isoliert und ohne Gefolgschaft für seine "Amerika-Zuerst"-Agenda".

Kritik übte Trump auch an Deutschland wegen der Pipeline Nord Stream 2 bekräftigt.

Erst am Montag hatten die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt ihren Handelsstreit abermals verschärft. Als Trump Deutschland direkt adressierte, zeigten Kameras im Saal auf die deutsche Delegation um Außenminister Heiko Maas, der mit seinen Begleitern verdutzte Blicke austauschte und lächelte. Die von der EU angekündigte neue Finanzinstitution sei "eine der kontraproduktivsten Maßnahmen, die man sich für Frieden und Sicherheit" vorstellen könne, sagte US-Außenminister Mike Pompeo. "Hat jeder ein Exemplar davon?", rief er Journalisten zu und zitierte eine Passage, nach der "Verletzungen unserer Souveränität eine Verletzung der Menschen selbst" seien. "Die USA interessieren sich nicht für Demokratie oder Menschenrechte".

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