Niederlande: Behörden vereiteln Attentat auf Großveranstaltung

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Sieben Verdächtige seien festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Den Haag am Donnerstag mit.

Die niederländischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen großen Terroranschlag verhindert. Die Vorbereitungen zu dem möglichen Anschlag sollen weit fortgeschritten gewesen sein. "Eine terroristische Zelle ist ausgeschaltet worden", sagte Justizminister Ferdinand Grapperhaus. Die Verdächtigen hätten zudem einen Anschlag mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto an einem weiteren Ort geplant. Die monatelangen Ermittlungen seien durch Geheimdienst-Erkenntnisse ausgelöst worden, nach denen der Anführer, ein 34-Jähriger irakischer Herkunft, einen schweren Terroranschlag auf eine Großveranstaltung verüben und viele Menschen töten wollte.

An der Aktion der Behörden waren 400 schwer bewaffnete Beamte beteiligt.

Laut Staatsanwaltschaft wurden die Verdächtigen am Donnerstagnachmittag in Arnheim nahe der deutschen Grenze sowie in Weert im Süden des Landes festgenommen.

Nach einem Hinweis des Geheimdienstes waren die Ermittlungen bereits im April gestartet worden. Die Männer im Alter zwischen 21 und 34 Jahren seien über Monate hinweg von der Polizei beobachtet worden. Er war bereits 2017 verurteilt worden für den Versuch, ins Kampfgebiet der Terrormiliz IS zu reisen.

Die Verdächtigen waren nach Angaben der Ermittler auf der Suche nach Kalaschnikows, Pistolen, Handgranaten, Bombenwesten und Grundstoffen für die Herstellung einer Autobombe. Über das genaue Anschlagsziel machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Festgenommenen sollten am Freitag dem Haftrichter in Rotterdam vorgeführt werden.

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