Was ist beim Einsatz eines HIV-Selbsttests zu beachten?

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Wer wissen möchte, ob er sich mit HIV infiziert hat, muss künftig nicht mehr zum Arzt oder in eine Beratungsstelle gehen. Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden. HIV-Selbsttests werden die erste gelistete Ausnahme sein. Künftig sollen sie wie auch Schwangerschaftstests in Apotheken oder Drogeriemärkten zu bekommen sein. Nun hat der Bundesrat der Aufhebung von Beschränkungen zugestimmt, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebracht hat. In anderen Ländern sind die HIV-Tests bereits seit Längerem frei verkäuflich, die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt das seit 2016. Die freie Verfügbarkeit senke die Hemmschwelle und ermögliche so mehr Menschen ein früheres Erkennen von Aids-Erkrankungen und damit eine Behandlung. Unter Therapie sei HIV auch nicht mehr übertragbar.

Hierzulande leben nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts 12.700 Menschen ohne ihr Wissen mit HIV.

Ab der kommenden Woche sollen sich Selbsttester in einem neuen Portal des Paul-Ehrlich-Instituts unter anderem darüber informieren können, was beim HIV-Selbsttest zu beachten ist.

Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Qualität und Handhabbarkeit von In-vitro-Diagnostika zur Eigenanwendung weiterentwickelt - auch bei HIV-Tests.

Diese könnten von Menschen angewandt werden, die den Gang zum Arzt meiden wollten und sich bislang gar nicht oder nur unregelmäßig testen ließen, hieß es zur Begründung. Betroffene können sich auch an das Gesundheitsamt oder einen Checkpoint der Aidshilfen wenden.

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