Urlauberin verliert nach Fisch-Pediküre fünf Zehen

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Diese Keime machten sich auch prompt an den Gliedmaßen der ahnungslosen Urlauberin zu schaffen und verursachten eine Infektion des Weichgewebes.

Dafür halten die Gäste ihre Füße in ein Fischbecken, die Fische "knabbern" daran und entfernen Hautschuppen. Knochenfressende Bakterien seien in die eigentlich schon längst verheilte Operationsswunde eingedrungen. Die 29-Jährige machte einem Bericht der "Daily Mail" zufolge vor acht Jahren in Thailand Urlaub und suchte dort ein sogenanntes Fisch-Spa auf, um sich eine Pediküre verpassen zu lassen. Im schlimmsten Fall könnte die Australierin ihr ganzes Bein verlieren, wenn sie Anzeichen einer Entzündung nicht schnell genug erkennt. Die Australierin trat in eine Scherbe und zog sich eine Wundinfektion am großen Zeh zu. Und das liegt nicht an beeindruckenden Fotos oder tollen Erinnerungen - sondern an den fünf fehlenden Zehen an ihrem Fuß. Den da noch übrig gebliebenen kleinen Zeh amputierten die Ärzte 2017 später und damit rund sieben Jahre nach der Infektion im Thailand-Urlaub.

"Ich habe mir nichts dabei gedacht, da ich beobachtet habe, wie der Besitzer das Becken aufbereitet hatte, und es sah sehr sauber aus", erzählte die Australierin. Nach dem Besuch des Fisch-Spas bekam sie Fieber. Erst nach über einem Jahr konnten Ärzte diagnostizieren, dass sich die Curthoy mit "Shewanella"-Bakterien infiziert hatte". Währenddessen hatten die Bakterien bereit den gesamten restlichen Knochen des großen Zehs gefressen.

Nach der Amputation stellte sich zunächst Erleichterung ein. Ich dachte, ich konnte ganz normal in meinem Leben weitermachen. Doch das Bakterium hatte unbemerkt schon den nächsten Zeh befallen.

Leider war das Leid der jungen Frau damit nicht vorbei: Im Laufe der Zeit hatte sich auch im zweiten Zeh eine Infektion gebildet, auch der musste bald amputiert werden. Ein Fußarzt stellte in einer Blutuntersuchung erneute Knocheninfektionen fest. "Im November 2016 haben sie mir den dritten und vierten Zeh abgenommen", erklärt die Australierin. Das Problem: Die Frau hatte eine alte Operationsnarbe an einem der Zehen, die sich wohl im Anschluss an die Behandlung entzündete, so die Vermutung der 29-Jährigen. Dennoch dauerte es noch zwei Jahre, bis Ärzte in ihrer Heimatstadt Perth herausfanden, was die Ursache für die erwähnten Symptome war.

Jetzt hat sich Victoria Curthoy dazu entschlossen, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

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