Deutscher in Türkei wegen Terrorpropaganda verurteilt

Einstellen Kommentar Drucken

Die Türkei wirft ihm vor, Propaganda für eine Terrororganisation verbreitet zu haben.

Ein eigentlich in Hamburg lebender Deutscher ist in der Türkei zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

In der Türkei ist einem Medienbericht zufolge ein deutscher Staatsbürger wegen Terrorpropaganda zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" berichtete, wurde der Hamburger Taxifahrer Ilhami A.in der türkischen Stadt Elazig zu drei Jahren und eineinhalb Monaten Haft verurteilt, weil er über die sozialen Medien Propaganda für eine Terrororganisation verbreitet habe. Sein Verteidiger kündigte an, in Berufung zu gehen. Die Strafe wurde zunächst ausgesetzt.

Eine türkische und eine deutsche Fahne vor dem Kanzleramt. Er soll sich auf seiner Facebook-Seite kritisch zur türkischen Regierung geäußert haben. Demnach wurde kürzlich ein Deutscher freigelassen, der aber ebenfalls nicht ausreisen darf. Er war daraufhin Mitte August in dem kurdischen Dorf Saribasak in der Provinz Elazig festgenommen worden.

Der 46-Jährige war in die Türkei gereist, um sich um seine dort lebende Mutter zu kümmern, die erkrankt war. Augenzeugen berichteten dem NDR damals, dass Sicherheitskräfte der türkischen Polizei die Wohnung der Mutter durchsucht hatten.

Comments