Nach 17 Jahren: Razzia im Fall Peggy (†9): Mann (41) wurde verhört

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Von Polizei und Staatsanawaltschaft gab es bislang keine Bestätigung der Berichte.

Im Fokus der Ermittlungen soll ein Ehepaar aus dem Landkreis Wunsiedel stehen.

September, 09.48 Uhr: Im vergangenen Jahr hatte sich eine Gruppe von Bürgern aus Lichtenberg mit einem "Hilferuf" an die Öffentlichkeit gewandt. "Es gab einen umfangreichen Polizeieinsatz", sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken. Viele Hinweise aus der Bevölkerung seien ignoriert worden und Zeugenaussagen aus den Akten verschwunden. Details zum Einsatz will die Polizei am Nachmittag bekannt geben. Der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel wies die Vorwürfe zurück. Auch in Polizeigewahrsam befinde sich der Mann nicht.

Nach einem erneut stundenlangen Verhör am Mittwoch sei der Bewohner des Hauses in Marktleuthen laut des Berichts wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Auch die Ermittler wollten das Ergebnis ihrer Durchsuchung zunächst nicht kommentieren. Nach FOCUS-Online-Informationen soll bei diesem Einsatz eine Person festgenommen worden sein.

Mörder von Peggy Knobloch gefunden? Und laut Focus Online soll sogar ein Mann festgenommen worden sein. Die Pressestelle der Polizei Oberfranken erklärte nur, dass es in Marktleuthen und Lichtenberg zwei Polizeieinsätze gab. Im Laufe des Tages werde es eine gemeinsame Presseerklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft geben. Beamte durchsuchen Anwesen in Lichtenberg und Marktleuthen.

Laut "Frankenpost" war der Mann schon zum Zeitpunkt des Verschwindens von Peggy im Jahr 2001 im Visier der Behörden. Die Informationen sind also nicht gesichert - doch es besteht berechtigte Hoffnung, dass in den Fall Peggy Knobloch neue Bewegung kommt. Die wissenschaftlichen Untersuchungen des am Fundort entdeckten Spurenmaterials hätten Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen ergeben, die durch weitere Ermittlungsschritte untermauert worden seien. Gut 15 Jahre später, am 2. Juli 2016, fand ein Pilzsammler Teile ihres Skeletts in einem Waldstück in Thüringen - knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg entfernt.

In Verdacht stand lange Ulvi K., bevor ihn das Landgericht Bayreuth in einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren freisprach, wie auch tz.de* berichtete.

Der deutschlandweit bekannteste Fall ist der eines geistig Behinderten, den ein Gericht 2004 als Mörder von Peggy verurteilte.

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