Fusion von Kaufhof und Karstadt: Rund 20 Häuser in Hessen betroffen | Wirtschaft

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Die Fusion der Warenhausketten Karstadt und Kaufhof betrifft in Hessen die Mitarbeiter von rund 20 Kaufhäusern.

Der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa und der kanadische Kaufhof-Eigner Hudson's Bay Company (HBC) hatten den Zusammenschluss zuvor bekanntgegeben. Die Firmen ließen etwa offen, ob im Zuge des Zusammengehens Filialschließungen geplant sind. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen sowohl Karstadt als auch Galeria Kaufhof zunächst als Marken bestehen bleiben. "Wir hatten bisher noch keinen Fall, in dem wir uns in diesem Umfang mit diesen Fragen auseinandersetzen mussten", sagte Mundt. Laut "Süddeutscher Zeitung" könnten dabei rund 5000 Jobs wegfallen. Einige Branchenkenner halten sie für deutlich zu hoch gegriffen. "Jetzt beginnt eine Phase, die von harter Arbeit, großen betrieblichen Herausforderungen und fordernden Marktveränderungen geprägt ist", kündigte Fanderl an. "Die Fusion darf nicht zulasten der Arbeitnehmer gehen", verlangte er. Die Mehrheit der Anteile am neuen Unternehmen liegt künftig bei der Signa-Holding des Karstadt-Eigentümers René Benko: Signa erhält 50,01 Prozent, HBC 49,99 Prozent. Die Gewerkschaft Verdi drängte die Eigentümer, die Arbeitnehmervertreter möglichst schnell in ihre Planungen einzubeziehen.

Beide Seiten versprechen sich von ihrer "Fusion unter Gleichen" auch Einsparungen.

Der Kaufhof-Standort in Köln werden zu 100 Prozent von SIGNA übernommen, hieß es weiter.

Kaufhof hat in Hamburg Häuser im Alstertal-Einkaufszentrum und der Mönckebergstraße. Besonders kritisch ist die Situation zurzeit bei Kaufhof. Die Kölner kämpfen seit der Übernahme durch HBC Ende 2015 mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Karstadt hat nach einer harten Sanierung unter der Führung der Signa-Holding gerade erst die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Die Bündelung von Einkaufsmacht dürfte es Kaufhof und Karstadt ermöglichen, bessere Konditionen von den Lieferanten zu bekommen.

Ein Wort mitzureden haben die Wettbewerbshüter.

Das Bundeskartellamt hat bereits vor Wochen eine umfangreiche Prüfung angekündigt. Es müssten sowohl die Folgen für die Kunden als auch für die Lieferanten geprüft werden. Die Warenhäuser seien wichtige Arbeitgeber und Versorgungszentren vor Ort, sie unterstützten durch ihre Anziehungskraft auch den Einzelhandel in ihrem Umfeld. Das lief vor allem bei Kaufhof in letzter Zeit nicht gut.

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