Kommunen: Regional- und Kommunalwahlen in Russland

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Die Polizei sprach von rund 2000 Teilnehmern, Beobachter gehen jedoch von weit mehr aus.

Bei erneuten Protesten gegen die geplante Rentenreform in Russland sind nach Angaben von Menschenrechtsgruppen hunderte Menschen festgenommen worden.

In vielen Regionen Russland sollen am Sonntag die Gouverneure und lokalen Parlamente gewählt werden. Eigentlich wollte Nawalny den Protest in Moskau selbst anführen. "Wir können das nicht ertragen".

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich mit einem klaren Wahlsieg sechs weitere Jahre an der Macht gesichert.

Putin hatte angesichts sinkender Umfragewerte Ende August Zugeständnisse in der Rentenfrage gemacht. Es wird damit gerechnet, dass bei einer insgesamt niedrigen Wahlbeteiligung in den meisten Fällen kremltreue Kandidaten und Kandidatinnen das Rennen machen werden. Bei Männern soll es von 60 auf 65 Jahre steigen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die Wahl des Bürgermeisters von Moskau, eine der wichtigsten Machtpositionen im Land.

Die Wiederwahl des kremltreuen Amtsinhabers Sergej Sobjanin gilt aber als sicher; seine vier Konkurrenten haben keine realistischen Aussichten auf Erfolg. Bei dem Urnengang vor fünf Jahren gewann der heute 60-Jährige erst in einer Stichwahl gegen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der derzeit einmal mehr im Gefängnis sitzt.

Dieses Jahr waren nur Vertreter der "geduldeten" Opposition, Mitglieder der Kommunistischen Partei oder Nationalisten, als Kandidaten zugelassen.

Nawalny verbüßt derzeit eine 30-tägige Haftstrafe, weil er wiederholt zu einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Regierung am 28. Januar aufgerufen hatte.

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