Daniel Küblböck: Ex-DSDS-Kandidaten schreiben bewegenden Brief

Einstellen Kommentar Drucken

Jetzt wurde die Suche nach dem Vermissten eingestellt. Auch ein Aufklärungsflugzeug und ein Hubschrauber waren im Einsatz und suchten eine Fläche von 1.227 Quadrat-Seemeilen ab. "Ich bedaure sehr, Sie an dieser Stelle informieren zu müssen, dass wir die Suchoperation als solche mit dem gemeinsamen Beschluss der Küstenwache von Kanada abgebrochen beziehungsweise beendet haben", soll der Kapitän laut der "Bild"-Zeitung gegen 20.30 Uhr (Ortszeit) gesagt haben". Die Unglücksstelle liegt ungefähr 185 Kilometer nördlich von Neufundland und die Wassertemperaturen liegen dort bei rund 10,5 Grad. Küblböck war laut einer Mitteilung der Reederei vom Deck des Kreuzfahrtschiffs "Aida Luna" gesprungen. Der Kreuzfahrt-Veranstalter AIDA teilte den Angehörigen mit: "In dieser schwierigen Zeit sind wir mit unseren Gedanken bei der Familie des Vermissten".

Zwei weitere Suchschiffe der Küstenwache sollten am Sonntagnachmittag eintreffen, sagte ein Sprecher der Coast Guard Station in Halifax.

Das Kreuzfahrtschiff drehte um, begann die Suche nach dem 33-Jährigen.

Außerdem sagte die Schule ab Donnerstag geplante Aufführungen der Abschlussinszenierung des Schauspieljahrgangs ab, in dem auch Kaiser-Küblböck war: "Aufgrund der tragischen Ereignisse um Daniel Kaiser-Küblböck haben das Ensemble und die Schulleitung des ETI beschlossen, die Vorstellungen von 'Niemandsland' vom 13". "Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück", hieß es in einer Erklärung der Schule am Montagvormittag in Berlin. "Wir wissen zurzeit nicht, wo er sich hier an Bord aufhält", mit dieser Nachricht des Kapitäns wurden die Passagiere der AidaLuna am Sonntagmorgen über das Verschwinden von Daniel Küblböck informiert. Im Internet kursiert ein angeblich von Küblböck verfasster Netz-Eintrag, in dem von monatelangem Mobbing an der Schule die Rede ist und einer Dozentin vorgeworfen wird, nichts dagegen getan zu haben. Einige Kritik erntete am Montag ein Statement von Musikproduzent Dieter Bohlen, der sich in einem bei Instagram geposteten Video "total geschockt" zeigte. Später entschuldigte sich Bohlen dafür: "Das ist völlig falsch rübergekommen". Wenn es falsch verstanden worden sei, "dann tut's mir wirklich wirklich leid". Kaiser-Küblböck, geboren im niederbayerischen Hutthurm in der Nähe von Passau, wurde im März 2003 Dritter bei DSDS - hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann. Nicht zuletzt wegen seiner aufgeweckten und aufgekratzten Art bekam er damals viel Medienaufmerksamkeit. Anfang 2004 war er dann auch in der ersten Staffel des RTL-Dschungelcamps "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" einer der Teilnehmer. Vor vier Jahren bewarb sich Kaiser-Küblböck vergeblich mit dem Lied "Be A Man" um die Teilnahme am Eurovision Song Contest in Kopenhagen.

Bei der TV-Show "Let's Dance" tanzte Küblböck zusammen mit Otlile Mabuse. Von dem 33-Jährigen fehle jede Spur.

Comments