Ryanair droht mit Stellenabbau in Deutschland

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Sie forderte ihre Beschäftigten auf, am Mittwoch wie gewohnt zur Arbeit zu erscheinen.

VC und Verdi hatten beide zu einem 24-stündigen Ausstand aufgerufen. "Es wird für Ryanair am Mittwoch sehr schwierig, noch Flugzeuge aus Deutschland zu bewegen", sagte der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Markus Wahl, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich wieder auf Piloten-Streiks einrichten.

Ryanair droht mit einem Stellenabbau, sollte es weitere Pilotenstreiks geben.

Los geht der Streik an diesem Mittwoch, 12. September, um 03.01 Uhr.

Zwischenzeitlich hat das Unternehmen mit den nationalen Pilotengewerkschaften in Italien und Irland separate Abschlüsse getroffen, die aber der deutschen VC offenkundig nicht ausreichen. Sie seien nicht umfassend genug und könnten nicht als Blaupause für eine Lösung in Deutschland dienen, erklärte die VC in Frankfurt. Insgesamt sollen am Mittwoch 150 Verbindungen von und nach Deutschland wegfallen, kündigte die Fluglinie an. Wie viele und welche Flüge genau aber ausfallen, war am Dienstagmorgen noch nicht bekannt. Betroffen waren die Flughäfen in Düsseldorf, Weeze, Köln/Bonn, Berlin (Schönefeld, Tegel), Hamburg, Bremen, Nürnberg und Memmingen. Auch die österreichische Laudamotion musste eine Reihe von Flügen absagen, da sie auf Leihmaschinen der Ryanair angewiesen ist.

Am 10. August hatten die deutschen Piloten gemeinsam mit Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Schweden die Arbeit niedergelegt. Es wurden dadurch etwa 400 Verbindungen abgesagt - ein Sechstel der Europa-Verbindungen an diesem Tag. Betroffen waren damals etwa 55 000 Passagiere. In Deutschland fielen rund 250 Flüge aus.

Welche Rechte haben Kunden bei einem Streik?

Dialogpartner: Vertreter können Ryanair-Piloten, die über Makleragenturen eingestellt werden, sowie offizielle Gewerkschaftsvertreter mit einschließen, unabhängig davon, ob sie für eine andere Fluggesellschaft fliegen oder nicht. Dies hatte die Fluglinie selbst mitgeteilt.

Die Gewerkschaft ließ ihre Mitglieder über Streiks abstimmen. Die Gewerkschaft will weitere Streiks folgen lassen, wenn die irische Fluggesellschaft in den Tarifverhandlungen kein Entgegenkommen zeigt.

Im Juli hatte Ryanair bereits seinen Beschäftigten in Irland mit einer Verlagerung in Niedriglohnländer gedroht. Es gibt von der Pilotengewerkschaft noch nicht einmal die Zustimmung zu einem von Ryanair vorgeschlagenen Schlichter für die Gespräche. Laut VC beharrte das Management auf einem Mediator aus Irland, der nicht über die für Deutschland notwendigen Rechtskenntnisse verfüge. Die Vereinigung Cockpit vermutet deshalb, dass es dem Unternehmen Ryanair nicht an einer ernsthaften Schlichtung gelegen sein.

Die irische Billigfluglinie Ryanair streicht wegen des geplanten Streiks von Piloten und Flugbegleitern nun doch zahlreiche Flüge. Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat dazu aufgerufen.

Gewerkschaften und Ryanair beschuldigen sich bislang gegenseitig, die seit dem Winter laufenden Verhandlungen zu blockieren.

Um trotz tarifrechtlicher Landesgrenzen europaweit einheitlich agieren beziehungsweise abzustimmen zu können, haben sich Flugbegleiter sowie Piloten in der Eurecca (European Cabin Crew Association) und ITF und Eca (European Cockpit Association) organisiert.

Verdi-Verhandlungsführerin Mira Neumaier nannte das Tarifangebot für die Flugbegleiter nach zwei Verhandlungsrunden völlig unzureichend. "Es sieht für die Jahre 2018 und 2021 keine Erhöhungen vor, für 2019 die Umwandlung einer bestehenden Leistungsprämie sowie eine Erhöhung pro Flugstunde um lediglich 50 Cent und eine Erhöhung der Entgelte in 2020 um 41 Euro pro Monat", heißt es in der Mitteilung.

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