Deutschland - Merkel ruft Bürger in Mazedonien zum Namensreferendum auf

Einstellen Kommentar Drucken

September sollen die Bürger Mazedoniens darüber abstimmen, ob sie dem mit Griechenland ausgehandelten Kompromiss zustimmen und damit auch eine Mitgliedschaft in Nato und Europäischer Union befürworten. Die Kanzlerin wirbt bei den Bürgern für diese "historische Chance".

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Mazedonien dafür geworben, den "Namensstreit" mit Griechenland endgültig zu überwinden. Die Volkswirtschaft Mazedoniens gehört zu den schwächsten in Europa. Sie glaube an einen "positiven Ausgang" und ein "erfolgreiches Referendum".

Der fast drei Jahrzehnte lange Streit zwischen Skopje und Athen um den Staatsnamen Mazedoniens kann mit einem Referendum gelöst werden.

Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Athen. Demnach soll Mazedonien in "Nord-Mazedonien" umbenannt werden. Im Gegenzug will Griechenland, das unter Verweis auf Alexander den Großen alles Mazedonische mit einem Alleinvertretungsanspruch belegt, den Widerstand gegen die Aufnahme des Nachbarn in die Nato aufgeben. In beiden Ländern gibt es große Vorbehalte gegen die Einigung.

Der US-Präsident hat sich für die Namensänderung Mazedoniens eingesetzt. In Trumps Schreiben wird das Abkommen vom Prespasee als "historisch" gewürdigt, da es Mazedonien den Weg in die Nato und die EU ebne, was "Sicherheit, Stabilität und Wohlstand" in der gesamten Region stärken werde. Der ist zwar ein Gegner der Umbenennung, hat aber in dem Balkanstaat wenig zu sagen, zumal sein Mandat in wenigen Monaten ausläuft. Merkel will die Regierung vor dem geplanten Referendum über die Änderung des Staatsnamens unterstützen.

Die Parteien der Regierungskoalition haben die Bevölkerung zu einem Ja bei der Volksabstimmung aufgerufen. "Die Tür der Nato ist offen, aber nur die Menschen dieses Landes können sich entscheiden, durch sie hindurchzugehen".

Comments