Inzwischen 16 Tote durch West-Nil-Fieber in Griechenland

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Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die von Stechmücken übertragen wird und auf der ganzen Welt verbreitet ist. Seltener sind Hirnhautentzündungen. Im schlimmsten Fall verläuft die Krankheit tödlich, oft sind vor allem ältere Menschen betroffen.

Das Risiko, sich in Österreich anzustecken und an West Nil Fieber zu erkranken, ist derzeit noch sehr gering, heißt es bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Der Erreger des West-Nil-Fiebers wurde bei einem Bartkauz in Halle (Saale) nachgewiesen, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilte. Das Tier war Mitte August tot in seiner Voliere gefunden worden.

Wie der Erreger nach Halle gelangte, ist derzeit nicht bekannt. Geprüft wird auch, ob Stechmücken in der Umgebung das Virus in sich tragen. Die Gründe seien unklar, Einfluss hätten zum Beispiel bestimmte Mücken- und Vogelpopulationen sowie das auch dort schon lange anhaltende Sommerwetter. In Serbien gebe es inzwischen 21 bestätigte Todesfälle seit Jahresbeginn, teilten die Behörden am Mittwoch mit. In Griechenland starben bisher 16, in Italien mindestens 10 Menschen nachweislich an dem Virus. Die meisten Fälle wurden auf der Halbinsel Peloponnes und in den ländlichen Regionen rund um Athen sowie im Gebiet um die Hafenstadt Thessaloniki erfasst. In den drei Ländern wurden insgesamt rund 400 weitere Infektionen nachgewiesen.

Das von Mücken übertragene West-Nil-Virus breitet sich weiter in Europa aus.

Von der Infektionswelle sind in Italien vor allem der Norden und Teile Sardiniens betroffen. Vor allem die Hauptstadt Belgrad ist in Serbien betroffen. Ungarn, Rumänien, Kroatien, Bosnien und der Kosovo melden ebenfalls Infektionen. Wildvogel-Proben, die an das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen am FLI geschickt werden, werden stets auf beide Viren untersucht. Damit ist er der erste Vogel in Deutschland, der an diesem tödlichen Virus erkrankte.

Typische Symptome sind Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Nur bei etwa 20 Prozent der Fälle zeigen sich Symptome, etwa eine von hundert Infektionen führt zu einem schweren Krankheitsverlauf.

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts werden seit vier Wochen deutschlandweit vermehrt tote Wildvögel gefunden - meist am Usutu-Virus verendete. Das West-Nil-Virus ist eng verwandt mit diesem Erreger.

Bei Vögeln bleibe eine Infektion mit dem West-Nil-Virus meist symptomlos, erläuterte das Institut. Eine Reihe von Vogelarten sei jedoch empfänglich für den Erreger, so dass es zu massiven Epidemien mit Todesfällen kommen könne.

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