Chemnitz: Marteria und Casper kündigen spontanes Auftritt an

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Marteria und Casper gehören zu den derzeit erfolgreichsten Rappern des Landes.

Am Wochenende war am Rand des Chemnitzer Stadtfestes ein 35 Jahre alter Deutscher mit Messerstichen getötet worden, als tatverdächtig gelten ein Iraker und ein Syrer. Am Sonntag zogen rechte Demonstranten durch die Stadt, von denen einige ausländische Passanten attackierten. Die beiden Musiker haben gerade ihr erstes gemeinsames Album mit dem Titel "1982" produziert. Für Donnerstag hat die rechtspopulistische Bewegung "Pro Chemnitz" erneut zu einer Demonstration aufgerufen.

Am vergangenen Wochenende haben die beiden in Mecklenburg-Vorpommern beim Anti-Nazi-Festival "Jamel rockt den Förster" des Künstlerehepaars Birgit und Horst Lohmeyer auf der Bühne gestanden. Am Montagabend wurden bei neuen Protesten rechter und linker Demonstranten laut Einsatzbilanz der Polizei 20 Menschen verletzt. Sie "werden von einem breiten Bündnis aus Chemnitzer Kultureinrichtungen unter der Schirmherrschaft von Kraftklub organisiert", sagte Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderung CWE. Theaterintendant Christoph Dittrich erklärte, er habe die Situation auf den Straßen als sehr beängstigend empfunden. Die Kunstsammlungen äußerten sich schockiert und erklärten, dass es auch ein anderes, weltoffenes und tolerantes Chemnitz gebe.

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