Masern auf dem Vormarsch: Zahl der Erkrankungen in Europa steigt 2018 dramatisch

Einstellen Kommentar Drucken

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt, wurden bis Ende Juni 2018 quer über den Erdball offiziell nicht weniger als 41.000 Masern-Erkrankungen bei Menschen festgestellt.

Mindestens 37 Todesfälle sind erfasst worden.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2017 waren in der WHO-Region Europa 23 927 Menschen erkrankt, 2016 waren es 5273.

Die Zahl der Masern-Fälle ist in Europa immens gestiegen. Sie forderte die 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.

In der Schweiz sind die Zahlen mit einigen wenigen Ausschlägen in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen.

Mehr als die Hälfte der Masernerkrankungen dieses Jahres traten in der Ukraine auf (23 000), weil dort regelmäßige Impfungen und Überwachung unterbrochen wurden. In den Ländern Frankreich, Griechenland, Italien, Serbien, Russland und Georgien soll es ebenfalls jeweils rund 1.000 Masern-Fälle bis Ende Juni 2018 gegeben haben. 80 Prozent der Ausbrüche gehen auch in der Schweiz auf eine fehlende oder unzureichende Impfung zurück, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Homepage schreibt. 2018: Bis Mitte August.

Masern sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch eine vollständige Impfung vermeidbar ist. Um Ausbrüche zu vermeiden, müssten 95 Prozent der Bevölkerung in allen Alters- und sozialen Gruppen geschützt sein, erklärte die WHO.

Comments