Haspa will Strafzinsen für zu viel Geld auf Girokonto einführen

Einstellen Kommentar Drucken

Filiale der Haspa in Hamburg St.

Allerdings berechnen die Kreditinstitute, vor allem genossenschaftliche, den Negativzins meist schon seit mehr als einem Jahr, und inzwischen hat die EZB eine schrittweise Normalisierung ihrer Geldpolitik angekündigt.

Denn wenn Kunden größere Mengen Bargeld auf Girokonten verwahren, kostet das die Haspa Tag für Tag sehr viel Geld. Für Kunden heißt das: Bei besonders großen Guthaben wird ein monatlicher Beitrag für die Aufbewahrung des Geldes fällig.

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hatte bereits Strafzinsen für Firmenkunden eingeführt. Auch die Haspa ist davon betroffen: "Wir gehen davon aus, dass sich die Belastungen der Niedrigzinsphase in den vergangenen Jahren auf jeweils hohe zweistellige Millionenbeträge belaufen", so Stefanie von Carlsburg. Auch für 2018 rechne man mit einem stabilen Ergebnis, so die Zeitung.

Haspa: Konstanter Gewinn trotz MillionenverlustOffizieller Grund für die Einführung des Negativzinses bei der Haspa ist laut Angabe einer Unternehmenssprecherin - wie bei vielen anderen Geldinstituten auch -, dass die Banken ihrerseits auf hohe Geldreserven einen Strafzins von 0,4 Prozent an die Europäische Zentralbank zahlen müssen. Laut Haspa-Sprecherin sollen mit den betroffenen Kunden nun Gespräche geführt werden. Mit diesen will die Sparkasse in direkten Kundengesprächen zeitnah alternative Anlagemöglichkeiten diskutieren.

Comments