Mama hatte Recht: Das Smartphone macht die Augen kaputt

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Bei jungen und gesunden Menschen sorgt ein anderes Molekül dafür, dass die Fotorezeptoren wegen des blauen Lichts keinen Schaden nehmen. Die schädliche Strahlung von den digitalen Geräten kann eine Erblindung fördern.

"Wir werden ständig blauem Licht ausgesetzt und die Hornhaut und die Linse des Auges können dieses nicht blockieren oder reflektieren", sagt Dr. Ajith Karunarathne, Assistenzprofessor an der Universität von Toledo der Abteilung für Chemie und Biochemie, gegenüber der Universitätsseite.

Blaues Licht, wie von diversen Displays emittiert, kann auf molekularer Ebene Netzhautzellen beschädigen.

Warum schadet das blaue Licht von Smartphones den Augen?

Ist das blaue Licht von Bildschirmen wirklich schlecht für den Schlaf? "Man kann sich die Netzhaut in diesem Fall wie eine Hafenkante vorstellen".

Die blauen Lichtstrahlen schädigen speziell die Netzhaut des Auges irreparabel.

Eine AMD ist dadurch charakterisiert, dass Lichtrezeptoren im Sehzentrum der Netzhaut zerstört werden.

Die Menge an blauem Licht, wie sie etwa von einem Mobiltelefon ausgehe, scheine tolerierbar zu sein, so die Forscher. Und: "Fotorezeptorzellen regenerieren sich nicht im Auge".

Die Netzhaut, die blaues Licht absorbiert, löst Reaktionen aus, die Sauerstoffzellen in ein toxisches Molekül umwandeln, welches Photorezeptorzellen tötet. Dahingegen hatte blaues Licht alleine oder mit der Netzhaut aber ohne blaues Licht keine Wirkung auf diese Zellen. "Die durch die Netzhaut erzeugte Giftigkeit durch blaues Licht ist universell". Dieser Prozess könne langfristig zu einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) führen, einer der häufigsten Ursachen für das Erblinden. Die durchgeführten Experimente zeigten, wie dies passiere, und er hoffe, dass die Erkenntnisse zu einer neuen Therapieform wie etwa neuen Augentropfen führten. Betroffen sind vor allem Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind. In Deutschland leiden ungefähr mehr als vier Millionen Menschen unter AMD. Bei AMD verliert die Makula, der sogenannte gelbe Fleck im Auge, der sich in der Mitte der Netzhaut befindet und auch die schärfste Stelle (Fovea) besitzt, die Sehleistung. Die chronische Krankheit ist bisher nicht heilbar und verläuft in unterschiedlichen Stadien.

Wenn wir älter werden, wird die Fähigkeit, Angriffe auf die Netzhaut zu verhindern, schwächer und es wird mehr blaues Licht absorbiert, was zu einer Makuladegeneration führen kann. Um die Augen vor blauem Licht zu schützen, raten sie zudem, im Freien Sonnenbrillen zu tragen, die sowohl UV-Licht als auch blaues Licht von der Sonne filtern und Handys oder Tablets nicht im Dunkeln zu benutzen.

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