Türkei-Krise erfasst den Dax - Wirtschaft

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Für den MDax der mittelgrossen deutschen Unternehmen ging es am Freitag bislang um 0,94 Prozent abwärts auf 26 730,75 Punkte. Dies entspricht einem Minus von 1,5 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Der Nikkei-Index hatte zuletzt nachgelassen und mit einem Stand von 22.298,08 Punkten geschlossen (-1,33 Prozent). Die Länderindizes in Frankreich und Großbritannien konnten sich dem Druck nicht entziehen, wenngleich die Verluste vor allem beim Londoner FTSE 100 deutlich kleiner ausfielen.

"Seit geraumer Zeit haben Investoren die sich entwickelnde Währungskrise in der Türkei als lokales Problem eingestuft, aber das beschleunigte Tempo des Absturzes nährt die Sorgen um das Türkei-Engagement europäischer Banken", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Der türkische Bankenindex und sein Pendant für die Euro-Zone gaben zeitweise jeweils knapp vier Prozent nach. Deutsche Kreditinstitute sind laut Marktexperten in der Türkei offenbar weniger stark engagiert als andere Häuser. An der Wall Street gab der US-Standardwerteindex Dow Jones 0,6 Prozent nach.

Ein Kurseinbruch von mehr als 7 Prozent bereitete im MDax den Anlegern von K+S ziemliche Kopfschmerzen. Der Dünger- und Salzproduzent hatte mitgeteilt, dass der operative Gewinn in diesem Jahr wohl nicht so stark steigen wird wie von Analysten erhofft.

Positiv aufgenommene Quartalszahlen stimmten Immobilienanleger freudig, zumal die Branche in einem schwachen Markt wegen ihrer defensiven Eigenschaften ohnehin gefragt war. Sie rentierten mit 2,596 Prozent.

Als bester TecDax-Wert gewannen die Papiere des IT-Dienstleisters Bechtle fast 5 Prozent und profitierten dabei von der Anhebung der Jahresziele. Die Papiere gewannen fast 2 Prozent. Erstmals in ihrer Börsengeschichte wurden sie über 80 Euro gehandelt. Aktien von Carl Zeiss Meditec schafften es mit einem Anstieg um 2,7 Prozent zum ersten Mal über die Marke von 70 Euro. Bei dem Medizintechnik-Konzern brummte weiterhin das Geschäft mit Augenlasern, Diagnostikgeräten und Operationsmikroskopen. Auch der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Mittag wurden für eine Feinunze 1.209,88 US-Dollar gezahlt (-0,21 Prozent). Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Abschlag von 0,8 Prozent ab. Der Bund-Future gewann 0,48 Prozent auf 163,36 Punkte.

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