Hütter will die großen Bayern ärgern

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Emotional aufgeladene Neuauflage, ein volles Haus und der FC Bayern München als Gegner: Das erste Wiedersehen mit Ex-Trainer Niko Kovac wird für Pokalsieger Eintracht Frankfurt zu einem Vorgeschmack auf die brisante internationale Saison.

Zu Gast ist zum Start ausgerechnet das lebenslange Mitglied Kovac, das seinen FC Bayern an alter Wirkungsstätte zur ersten Trophäe führen möchte. Am Sonntag hat er (20.30 Uhr) im Duell mit dem Rekordmeister gleich die erste Chance, mit der SGE einen Titel zu gewinnen. "Schöner könnte eine Saison doch kaum starten", sagte der Mexikaner Marco Fabian vor dem ersten Kräftemessen der neuen Spielzeit. "Ich sehe das genau anders", betont der im Fokus stehende Kovac. Natürlich wollen sich die Bayern-Spieler bei der Pflichtspiel-Premiere ihres neuen Chefs nur von der besten Seite zeigen.

Das ist es ebenso für Hütter, der nach dem Double 2015 mit Red Bull Salzburg in der abgelaufenen Saison die Young Boys Bern zum Schweizer Meistertitel geführt hat und nun in der größten Stadt Hessens gefordert ist. Der Österreicher setzt in Frankfurt auf offensiven Fußball und die ungebrochene Euphorie rund um den Club, bei dem weit vor der Europa-League-Auslosung schon über 120.000 Tickets für die drei Heimspiele verkauft wurden. "Ich bin sehr froh, dass er hier geblieben ist", sagte Hütter.

Nach den Abgängen von Kevin-Prince Boateng, Marius Wolf, Omar Mascarell und Tormann Lukas Hradecky konnte wenigstens der kroatische Vizeweltmeister Ante Rebic gehalten werden. "Er kann ein Spiel alleine entscheiden", lobte Hütter den 24-jährigen Offensivmann, der seinen Vertrag am Freitag vorzeitig um ein Jahr bis 2022 verlängerte. Wie wichtig Rebic für den Verein ist, hat er im letzten Frühling mit seinen zwei Toren beim 3:1-Sieg im Cupfinal gegen Bayern München eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bayerns Captain Manuel Neuer erinnerte noch einmal an das Aufeinandertreffen im Mai. Hütter soll nun mit der Eintracht das nächste Kapitel dieser Erfolgsstory schreiben.

Dieser Trend wird sich dank höherer Fernsehgelder und der Zusatzeinnahmen im internationalen Wettbewerb fortsetzen, bis zu 30 Millionen Euro können diesen Sommer in Neuverpflichtungen fließen.

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