Die Oscars werden reformiert: Das ändert sich ab 2019

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Nach den neuen Plänen sollen einige Preise im Dolby-Theater während der Werbepausen statt in der Live-Show ausgeteilt werden. Also muss eine neue Kategorie her, in der man Oscars verleihen darf: "Outstanding Achievement in Popular Film" (außergewöhnliche Leistung im Populärfilm) soll die Kategorie heißen, und dabei sollen nun auch Filme zum Zug kommen, die bisher eher nicht in das Oscar-Rennen gepasst haben, entweder, weil sie zu blöd waren oder einfach nicht den elitären Habitus der üblichen Oscar-Ware aufwiesen.

Die Einschaltquote bei den Oscars war bei der jüngsten Gala vor fünf Monaten auf einen Tiefststand gesunken. Nur 26,5 Millionen Zuschauer sahen die Show im US-Sender ABC.

Und wieder ein anderer Aspekt ist, dass es, bitte sehr, noch nie so gewesen ist, dass der Oscar kein Interesse am populären Kino hatte.

Akademiepräsident John Bailey und Generalsekretärin Dawn Hudson schrieben in einer E-Mail an die Mitglieder, dass die Show künftig nur noch drei Stunden dauern solle. Das waren 20 Prozent weniger als 2017. Höhepunkte dieser Ehrungen würden dann in gekürzter Form in die weltweite Übertragung eingespielt. In den vergangenen Jahren hat der Filmpreis stetig an Publikum verloren. Die Kriterien für diese neue Auszeichnung wurden aber noch nicht festgelegt.

Fest steht: Die 91. Gala 2019 soll am 24. Februar über die Bühne gehen, die Nominierungen werden am 22. Januar 2019 verkündet. Besonders die rund zweimonatige Pause zwischen den Golden Globes und den Oscars wird häufig als unnötige Verlängerung der Preisverleihungs-Saison kritisiert.

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