Maler Anton Lehmden 89-jährig gestorben

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Wien. Der Maler Anton Lehmden, ein Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, verstarb am Dienstag im Alter von 89 Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er ab 1945 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er später mehr als 25 Jahre lang selbst als Professor unterrichtete. Ab 1948 beteiligte sich der junge Künstler an Ausstellungen des "Art Clubs" und begründete gemeinsam mit Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner und Wolfgang Hutter die Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Im Gegensatz zu seinen damaligen Mitstreitern interessierte sich Lehmden nie für verschlüsselte, üppige Mythologien oder erotische Sujets. Auch Krieg und Naturkatastrophen waren in seinem Werk wiederkehrende Motive. Immer wieder leitete er auch die Klasse für Malerei an der Sommerakademie Salzburg. Von 1971 bis 1997 war er ordentlicher Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von Lehmden stammt auch die künstlerische Gestaltung der U3-Station Volkstheater (1991).

In den 60ern erstand Lehmden das Renaissance-Schloss Deutschkreutz im Burgenland, in welchem sich heute unter anderem ein eigenes Museum mit Werken des Malers befindet. Der Maler hatte das sehr baufällige Schloss um einen symbolischen Schilling von der Landesregierung erworben, mit der Auflage, es zu restaurieren. Lehmden machte Deutschkreutz außerdem zum Schauplatz vieler kammermusikalischer und anderer Kulturveranstaltungen.

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