London plant offenbar Auslieferungsgesuch für Russen im Fall Skripal

Einstellen Kommentar Drucken

London | Die britische Regierung will im Fall Skripal einem Medienbericht zufolge die Auslieferung von zwei Russen in Moskau beantragen. Sie könnten demnach nun an Moskau übermittelt werden. Das berichtet der Guardian unter Berufung auf Regierungs- und Sicherheitskreise.

Skripal war ein früherer russischer Spion, der Dutzende Agenten an den britischen Geheimdienst MI6 verraten hatte.

Die Skripals waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank im englischen Salisbury entdeckt worden. Großbritannien machte Russland für die Vergiftungen verantwortlich und identifizierte das Gift Nowitschok als Ursache.

Nowitschok gehört zu einer tödlichen Gruppe von Nervengiften, die in den siebziger und achtziger Jahren vom sowjetischen Militär entwickelt worden waren. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück; der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus. Die 44-jährige Frau starb am 8. Juli im Krankenhaus. Die Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Fälle in einem Zusammenhang stehen.

Auch weil die russische Verfassung Auslieferungen von Staatsbürgern an andere Staaten verbietet, hätte ein Auslieferungsbegehren eher symbolische Bedeutung. Zudem verzichteten Angehörige des Königshauses und Mitglieder der britischen Regierung auf einen Besuch der Fußball-WM in Russland. Im Interview mit watson rechnet er mit Horst Seehofer, Matteo Salvini und der europäischen Flüchtlingspolitik ab. Als selbstständig Erwerbender steht er finanziell auf sicherem Boden, mit seinem eigenen Segelboot zieht es ihn immer wieder in die Ferne. In Deutschland prangte sein Antlitz auf jeder Tageszeitung. Die Flüchtlingskrise ist bereits in Gang.

Comments