Deutsche Telekom von starkem Euro gebremst

Einstellen Kommentar Drucken

Denn aufgrund des starken Euros musste die Telekom einen negativen Wechselkurseffekt von rund zehn Prozent ansetzen. Im zweiten Quartal bremsen Wechselkurseffekte den Umsatz aus - trotz eines weiter wachsenden US-Geschäfts. Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnet der Dax-Konzern mit steigenden Ergebnissen.

Der freie Cashflow, eine von Analysten stark beachtete Zahl zur Messung der Finanzkraft, lag zum Ende des zweiten Quartals mit rund 1,514 Milliarden Euro um 16,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA, mit dem die operative Ertragskraft gemessen wird, war um 0,3 Prozent auf 5,93 Milliarden Euro rückläufig. Die bereinigte Ebitda-Marge stieg um 1,1 Prozentpunkte auf nun 39,9 Prozent, was im Branchendurchschnitt ein guter Wert ist.

Während der Gesamtumsatz um 2,8 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro sank, wäre er organisch - also ohne die Wechselkurseffekte - um 1,3 Prozent gestiegen, das bereinigte Ebitda sogar um 5,9 Prozent. Unter dem Strich rutschte der Konzernüberschuss um 43,4 Prozent auf 495 Millionen Euro ab. Grund dafür war vor allen Dingen der Abschluss des jahreslangen Rechtsstreits mit dem Bund um das Mautsystem Toll Collect. Die Telekom zahlt 550 Millionen Euro, um das Verfahren beizulegen.

Weil die US-Sparte weiter bei Umsatz und Gewinn wächst, erhöhte die Telekom ihre Ergebnisprognose für 2018 im laufenden Geschäft erneut leicht um 100 Millionen Euro auf 23,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 22,2). Die Prognose klammert Währungseffekte aus und basiert auf den durchschnittlichen Wechselkursen von 2017.

Comments