"Abgehalftert": FPÖ schlägt gegen Ambros zurück

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FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker hat am Dienstag die Kritik von Austropopper Wolfgang Ambros an der FPÖ mit einer heftigen Gegenattacke beantwortet und dabei auch gleich dessen Kollegen Rainhard Fendrich miteinbezogen. Ambros lehnt sie ab. Hafenecker will die Diskussion "auf sachlichem Niveau" führen und lädt den Musiker ein, sich bei einem "Gulasch und einem Seidl Bier" auszusprechen. "Mit seinen Beleidigungen trifft er auch sehr viele seiner treuesten Fans - das hat er wohl vergessen". "Herr Ambros bezog in den letzten 47 Jahren keine einzige staatliche Subvention", so Manager Peter Fröstl in einem offenen Brief an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Durch "das politische Wirken Ihresgleichen" würden zudem "Hass und Hetze eine Aufschwung erleben".Ambros spiele "jährlich ca. fünfzig bis achtzig Shows, und diese sind erfreulicherweise zum allergrößten Teil ausverkauft". Man habe die entsprechenden Botschaften an die Meldestelle des Innenministeriums weitergeleitet und hoffe, dass entsprechend reagiert werde. Gegenüber der APA bezeichnete Hafenecker die beiden Urgesteine als "abgehalfterte Musiker", die in der Kritik an der Regierung "wetteifern".

Abschließend wünscht sich Hafenecker jedoch, dass "wir wieder auf ein sachliches Niveau kommen - Künstler ihr Publikum erfreuen und Politiker alles zum Wohle ihrer Wähler und zum Wohle Österreichs beitragen". "Dass die FPÖ damit prinzipiell nicht umgehen kann, ist evident und verweist auf eine problematische einschlägige Tradition", so Drozda, der die Attacken auf Wolfgang Ambros strikt zurückweist und dahinter - auch in Hinblick auf die jüngsten Klagsdrohungen etwa gegen den Autor Josef Winkler - ein diesbezügliches "System" bei der FPÖ ortet. Auf fachlicher Ebene könne man über alles reden, sowohl Fendrich als auch Ambros würden sich aber nur in "Schimpftiraden" üben.

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